Wildeshausen/Landkreis - Sie hat ein Imageproblem, kann beim Beißen Tollwut übertragen und ist ein bisschen gruselig. „Die Fledermaus ist nicht unbedingt positiv besetzt“, muss auch Rolf Eilers vom Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest zugeben. Unbeirrt davon starten der Zweckverband und die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg jetzt die Aktion „Ein Haus für die Fledermaus“, denn aufgrund von umfangreichen Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten an Wohngebäuden wird es für die nachtaktiven Tieren immer schwieriger, Hohlräume, Spalten, Ritzen oder Dachböden als Quartiere zu finden.

Konkret finanziert der Zweckverband den Bau von 50 sogenannten „Fledermausbrettern“. „Diese Quartiere werden samt Anleitung im Frühjahr bei unserer jährlichen Nisthilfeaktion gegen eine geringe Gebühr an interessierte Bürger abgegeben“, erläutert Michael Feiner vom Kuratorium der Naturschutzstiftung.

Gefertigt werden die Quartiere von dem AGH-Werkstattprojekt in Wildeshausen (siehe Infobox). Die AGH-Gruppe hat für die Kreisverwaltung bereits zehn Fledermausbretter gebaut, die im Zuge der Fensterrenovierung aufgehängt wurden.

„Unsere Flachkästen, die vor allem an Bäumen, aber auch Gebäuden angebracht werden, sind den natürlichen Spaltenquartieren der kleinen Tiere nachempfunden“, erläutert der Anleiter der AGH-Gruppe Peter Thiess. Gefertigt werden die Kästen aus unbehandeltem Lärchenholz auf dem Hof von Bahnhofsbesitzer Frank Stöver in Hanstedt.