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Luftkurort Wildeshausen Hier wird bald die Luftqualität gemessen

Wildeshausen - Es gilt, einen wertvollen Titel zu verteidigen: „Wir wollen Luftkurort bleiben“, sagt Birte Hogeback vom Wildeshauser Stadtmarketing. Dort wird gerade das aufwändige Antragsverfahren vorbereitet. Bis zum Jahresende will die Wittekindstadt die erforderlichen Dokumente beim Wirtschaftsministerium in Hannover einreichen. Damit alle Punkte beachtet werden, besucht Hogeback in dieser Woche extra ein Seminar „Bäderland Niedersachsen“ in Bad Nenndorf.

Altes Feuerwehrhaus

Um den „Bäder-TÜV“ zu bestehen, muss Wildeshausen zahlreiche Kriterien erfüllen. So wird der Deutsche Wetterdienst in Kürze damit beginnen, an zwei exponierten Standorten – am alten Feuerwehrhaus sowie am Lönsweg – Messungen durchzuführen. Dem ein oder anderen Passanten werden der silberne Kasten und eine große Röhre bereits aufgefallen sein. Mitarbeiter des Bauhofes tauschen künftig einmal wöchentlich die Filter der silbernen Messgeräte aus. Die kleinen Röhrchen und Plättchen untersuchen die Medizinmeteorologen beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Freiburg (Breisgau) auf Grobstaub- und Stickstoffdioxid-Werte, außerdem auf Feinstaub. Die Messungen werden am 7. Februar beginnen und ein Jahr lang dauern, wie Annett Häckel vom DWD in Hamburg auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Die Ergebnisse sollen später öffentlich zugänglich sein.

Die Luftqualitätsgutachten des Wetterdienstes sei die Voraussetzung für ein weiteres heilklimatisches Gutachten. Damit nicht genug: Gemeinsam mit dem Verkehrsverein Wildeshausen werden weitere Daten zusammengetragen, darunter die Zahl der Übernachtungen und der Gästebetten, die Öffnungszeiten der Tourist-Info oder Angaben zur Infrastruktur wie dem Wandernetz.

Zertifikat zehn Jahre alt

Zuletzt wurde Wildeshausen 2010 als Luftkurort anerkannt. Nach zehn Jahren läuft das Zertifikat aus. Schon im neuen Imageprospekt der Stadt wird erwähnt, dass das Prädikat Luftkurort regelmäßige Untersuchungen der Luft nach Schadstoffen, medizinische Gutachten und eine besondere Infrastruktur wie den Kurpark mit Kneippanlagen und Konzertmuschel, die Tourist-Information sowie ein umfangreiches Kulturangebot beinhaltet. Aus Sicht von Daniela Baron vom Stadtmarketing ist das Prädikat wichtig, um die touristische Entwicklung der Stadt auch mit Blick auf das geplante Urgeschichtliche Zentrum zu stärken.

Die Ergebnisse der Luftmessungen könnten aber auch in der Politik für Diskussionen sorgen: Vor einem Jahr hatten die Grünen Luftmessungen an drei Standorten durchgeführt. Das Ergebnis mit 24 bzw. 23 Mikrogramm/Kubikmeter Stickstoffdioxid war aus Sicht der Öko-Partei durchaus „bedenklich“.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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