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Marketing Nur „Gruselnacht“ und Büro für „Taler“

WILDESHAUSEN - Die städtischen Mittel für den Verein City-Management Wildeshausen sollen deutlich begrenzt werden. Mit einer knappen Mehrheit von drei Ja-Stimmen (Traute Sandkuhl, Artur Gabriel, Christa Plate), zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen empfahl der Haushalts-, Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss (HWE) am späten Donnerstagabend, dem City-Management in diesem Jahr rund 5000 Euro zu bewilligen. Ursprünglich waren im Haushalt 15 000 Euro angesetzt; aber mit einem Sperrvermerk versehen.

Zuvor hatte die Vorsitzende des Vereins, Anne Grafe-Wei­brecht, die Aktivitäten des Vereins erläutert und die Planungen für 2011 vorgestellt. Es gebe einen Zuschussbedarf in Höhe von 15 700 Euro; davon entfallen 4500 Euro auf die „Gruselnacht“ im Oktober und 900 Euro für einen eigenen Internet-Auftritt. Für die dauerhafte Illumination bestimmter Gebäude in der Innenstadt habe das City-Management bereits Zusagen von Sponsoren in Höhe von 25 000 Euro. Allerdings würde noch ein Zuschuss von 7500 Euro benötigt. Eines der zentralen Projekte sei der „Wildeshauser Taler“. „Dafür brauchen wir eine Bürokraft“, sagte Grafe-Weibrecht. Personalkosten von 2400 Euro (Juli bis Dezember) seien ebenfalls in den 15 700 Euro enthalten.

Markus Grünloh (UWG) würdigte die Ideenvielfalt. Allerdings halte er „von der Organisation her“ das City-Management für überflüssig. Besser sei eine zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung. Und: „Die Gruselnacht ist Sache des HGV.“ Als „gelungen“ lobte Hans-Georg Kolloge (SPD) die „Gruselnacht“. Er sei erstaunt, dass sich der HGV aus der Finanzierung zurückziehen wolle. Karl-Wilhelm Jacobi (FDP) meinte, die Projekte seien „zu sehr HGV-lastig“. Er wollte den städtischen Zuschuss auf die Personalkosten beschränkt sehen.

Christa Plate (CDU) meinte, es sei nicht Aufgabe des Rats, über Veranstaltungen zu entscheiden. HWE-Vorsitzender Stephan Rollié (CDU) erklärte, das Leitbild müsse mit Leben gefüllt werden. Dazu könne ein funktionierendes City-Management beitragen. Er schlug vor, die 15 000 Euro im Etat frei zu geben. Ausdrücklich unterstützt werden solle die Zusammenarbeit mit Carmen Ausfelder, die im Auftrag von Bürgermeister Dr. Kian Shahidi bis zum Jahresende ein Konzept für ein strategisches Stadtmarketing entwickeln soll (die

NWZ

  berichtete).

Das sah Traute Sandkuhl (Grüne) ganz anders: „Wir haben keine Druckerpresse.“ Die 15 000 Euro seien eindeutig zu viel. Sandkuhl beantragte, lediglich 3000 Euro für die „Gruselnacht“ und 2000 Euro an Personalkosten für die Einführung des „Wildeshauser Talers“ („Der ist gut und originell“) zur Verfügung zu stellen. Dieser Antrag fand überraschend eine Mehrheit.

„Nun müssen wir überlegen, wie wir weitermachen“, verwies Anne Grafe-Wei-brecht am Freitag gegenüber der

NWZ

  auf die Vorstandssitzung des City-Managements an diesem Montag. Mit gut 3000 Euro sei die „Gruselnacht“ kaum zu finanzieren. Sie hoffe auf den Verwaltungsausschuss am 1. September.
Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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