WILDESHAUSEN - Nach nassen und kalten Sommermonaten der letzten drei Jahre gab es dieses Mal einen schönen August. „Zwar war er nicht immer sommerlich warm, aber durchweg erreichten die Temperaturen tagsüber um die 20 Grad. Dabei gab es auch genug Regen, die Natur dankte es mit üppigem Pflanzenwachstum“, erläuterte Linda Vietor von der Wetterstation Wildeshausen. Die Bauernregel, die da sagt, „Im August zur Sommerszeit – schätzen wir Blütenfreudigkeit. Gute Erde, Wasser, Dung, geben Pflanzen rechten Schwung“, habe sich in vollem Umfang bestätigt.
Besonders zu Beginn des Monats gab es warme Tage: Am 7. August wurden nach- mittags 28,2 Grad gemessen. Dabei zogen gleichzeitig durch den Einfluss des Tiefs „Birgit“ Schauer über den Landkreis hinweg. Die Wärme und dazu viel Feuchtigkeit wirkten sich so aus, dass der Mais in diesem Jahr prächtig gedeiht. Zufriedene Landwirte meldeten aufgrund der guten Witterung einen 30-prozentigen Mehrertrag bei der Getreideernte, so Vietor. „Und Gartenfreunde berichten von besonders vielen Äpfeln, Birnen und Pflaumen. Viele Hausfrauen bevorraten sich mit dieser reichen Ernte für den Winter.“
Nach althergebrachten Rezepten wurde so manche schmackhafte Mahlzeit mit dem frischen Steinobst zubereitet. Vietor und ihre Schwester Helga Tönjes aus Immer bereiteten eine „Duftkuchen“ zu, ein schmackhafter Hefeteig mit Birnen und Speck.
Nachts kam es im August des öfteren zu einem Temperaturabfall bis in den einstelligen Bereich, so Vietor. „Dafür entschädigten den Betrachter des nächtlichen Sternenhimmels, die jährlich wiederkehrenden Sternschnuppen, die Leoniden, die aus dem Sternbild des Löwen kommen. Sie boten ein beeindruckendes Naturschauspiel.“ Der Wind wehte vorwiegend aus West und Südwest, dabei wurde mit 54,7 km/h mittags am 13. die Monatshöchstgeschwindigkeit registriert. Ein Mix aus warmer und feuchter Luftströmung brachte das durchweg angenehme Augustwetter. Hoch „Ben“ brachte den krönenden Abschluss des nach dem römischen Kaiser Augustus benannten Monats.
Das Rezept für den „Duftkuchen“ kann per E-Mail angefordert werden unter: linda@linda-vietor.de
