WILDESHAUSEN - „Jetzt kommt es auf Schnelligkeit in der politischen Entscheidung, aber vor allem auf eine schnelle Umsetzung in den Verwaltungen an.“ Als probates Mittel, um Arbeitsplätze und Aufträge zu sichern, lobte der Vorstandssprecher der Mittelstandsvereinigung (MIT) Wildeshausen, Manfred Wulf, im Rahmen der Jahreshauptversammlung auf Gut Altona das beschlossene Konjunkturprogramm. Die Mittel müssten rasch freigegeben werden.
Wulf warnte davor, die Prozesse durch rechtliche Auseinandersetzungen oder dem Anrufen der Kommunalaufsicht künstlich zu verlangsamen. Die „IG Verhinderer“ versuche, Bebauungsinitiativen oder die Neuplanung des Kurbades zu stoppen. „So bekommen wir nie ein investitionsfreudiges Klima in Wildeshausen“, meinte Wulf am Freitagabend unmittelbar vor der Verleihung des Wildeshauser Wirtschaftspreises. Es gehe nicht um Populismus und Showveranstaltungen. „Um es ganz einfach zu sagen: Es geht um Baukräne in Wildeshausen.“ Der MIT-Chef rief Bürgermeister Dr. Kian Shahidi dazu auf, sich hinter die Unternehmer zu stellen.
Rasch wurden die Regularien der Jahreshauptsammlung abgehandelt. Kassenwart Hans-Jürgen Pooch sagte, die MIT habe sich nicht an Spekulationsgeschäften beteiligt. Daher gebe es ein Plus in der Kasse. Eine ordnungsgemäße Buchführung bescheinigte auch Kassenprüfer Stefan Mahlstede. Einstimmig wurde der Vorstand entlastet.
Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Blömer & Partner, Johann Böske, Heike Breckweg, Manfred Dartsch, die Firma Dierk Garms, Hydrotec, Bernd Janowitz, A. Kühling („Grünes Warenhaus“), Schade GmbH & Co., Henning Schnitger, Carla Schröder, Schröder Landmaschinen, Brigitte Schulte, Horst Schwarting und Conrad Windeler.
Das Preisgeld des Wirtschaftspreises in Höhe von 1000 Euro soll erneut einem ehrenamtlich tätigen Wildeshauser zugute kommen. Man werde sich in den nächsten Wochen mit dem Preisträger 2008, der Stiftung Johanneum, auf den Gewinner des Ehrenamtspreises verständigen, erklärte Wulf.
Ob im nächsten Jahr erneut die von Künstler Carsten Bruns geschaffene Skulptur mit dem Namen „Triumph“ an den Wirtschaftspreisträger verliehen werden kann, ist unklar. „Wir hatten nur fünf Skulpturen bestellt“, sagte Wulf. Nun sollte überlegt werden, ob es eine zusätzliche Güsse oder ein komplett neues Kunstwerk gibt.
