WILDESHAUSEN - Der Liter Superbenzin für 1,72 Euro. Da liegt die erste Frage beim Autokauf auf der Hand. „Der Verbrauch ist derzeit das große Thema unter den Kunden“, weiß Guido Wilke, Inhaber des gleichnamigen Autohauses in Wildeshausen. Der Unternehmer fühlt sich bestens präpariert. Und weil auch immer mehr Fragen in Sachen Elektromobilität gestellt werden, belässt er es nicht bei der Theorie: Beim 3. Wildeshauser Frühlingsfest an diesem Wochenende stellt Wilke das Elektroauto „Fluence“ der Marke Renault vor.
Innovationen waren stets das Thema in der Geschichte des Unternehmens: Im November 1980 eröffnete Kfz-Elektriker und -Mechanikermeister Alfred Wilke an der Glaner Straße eine freie Tankstelle mit Servicewerkstatt. Keine vier Jahre später folgte ein Neubau am heutigen Firmensitz Glaner Straße 24. „Die Tankstelle musste dem Bau der Umgehungsstraße weichen“, erinnert sich Guido Wilke. Der 36-jährige Kraftfahrzeugtechnikermeister trat 1999 in die Firma ein, die heute als so genannte Mehrmarkenwerkstatt mit Serviceverträgen für die Marken Nissan und Renault fungiert. Zum 1. August vergangenen Jahres übergab Alfred Wilke den Betrieb an Guido Wilke und seine Ehefrau Christina. Die Bankkauffrau ist seit 2003 im Unternehmen tätig.
Über die Einkaufsgenossenschaft EGA, ein Zusammenschluss von 400 unabhängigen Kfz-Händlern in Deutschland, hat Wilke Zugriff auf rund 15 000 Fahrzeuge. „Wir müssen den Vergleich mit Internetbörsen nicht scheuen“, sagt der Unternehmer. Gemeint ist dabei nicht nur die schnelle Recherche nach dem Wunschauto – ganz gleich, welche Marke – sondern auch Preisvorteile oder umfassende Garantien. Über die EGA werden auch Original-Ersatzteile oder Reifen zu günstigen Konditionen besorgt. Um ein Auto zu beschaffen, nimmt Wilke gern lange Weg in Kauf. Seine Kunden leben aber zumeist im Großraum Wildeshausen.
Die Verbundenheit zur Region spiegelt sich auch im Team wider: Viele der zehn Mitarbeiter sind bereits seit Jahren im Betrieb. Derzeit werden zwei Nachwuchskräfte zum Kfz-Mechatroniker sowie zum Automobilkaufmann ausgebildet. Wilke: „In den mehr als 30 Jahren Firmengeschichte hatten wir gut 40 Auszubildende.“ Die Spezialisierung halte auch in der Werkstatt immer mehr Einzug: Mit Ewgenij Zerr hat Wilke einen Karosseriebaumeister beschäftigt, der vor allem bei der Instandsetzung von Unfallfahrzeugen gefragt ist. „Unsere Mitarbeiter sind geschult in lackschadenfreien Ausbeultechniken und Scheibenreparaturen“, sagt der Chef. Natürlich übernehme man im Schadensfall für den Kunden die Formalitäten mit der Versicherung.
Um den Kunden auf seine Dienstleistungen aufmerksam zu machen, geht der Kfz-Betriebswirt gern neue Wege. Gemeinsam mit der Firma Team Iken wurde ein „Nissan Juke“ mit einer bunten Folie beklebt, die an die Pop-Art der 70er-Jahre erinnert. Natürlich dürfen die Namen der Firmen nicht fehlen. Wilke: „So machen wir im Stadtbild auf uns und auf die neue Werbeidee von Iken aufmerksam.“ Ein Gesprächsthema sei das allemal – wie die steigenden Benzinpreise.
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