WILDESHAUSEN - Im Kaufhaus, das Geschichte schrieb, gibt es auch so manche Geschichte zu erzählen: „Damit seine neue Polstergarnitur in die Wohnung passt, baute vor einiger Zeit ein Kunde die Türzarge aus und schlug Teile vom Mauerwerk mit Hammer und Meißel ab“, berichtet Uwe Helmers, Gesellschafter des Wildeshauser Möbelhauses Feldmann. „Danach musste neu tapeziert werden.“ Es ist nur eine Episode aus der Geschichte des Unternehmens. Möbel Feldmann, 1982 von Hermann und Rita Feldmann in Aschenstedt gegründet, feiert in diesen Tagen 25-jähriges Bestehen.

Auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern verkaufte das Ehepaar Feldmann 1982 Antikmöbel. Hermann Feldmann hatte für einen Einkaufsring gearbeitet und auf Basis dieser Kontakte den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Bereits 1986 wurde an der Dr.-Dürr-Straße die erste Filiale in Wildeshausen eröffnet; 1991 baute man am Reepmoorsweg eine rund 1200 Quadratmeter große Verkaufshalle. Das Unternehmen setzte in der Kreisstadt auf Expansion. Bereits 1997 überschritt man die Ausstellungsfläche von 4000 Quadratmetern. Nach der kompletten Modernisierung der Küchenausstellung folgten ein Jahr später die Wohnmöbel- und Schlafzimmerabteilung. Nach dem Bau eines rund 800 Quadratmeter großen Lagers im Jahr 2001 wurde der Standort Aschenstedt aufgegeben.

Ausdrücklich hebt Helmers die gute Zusammenarbeit mit vielen namhaften Herstellern hervor, die unter anderem zum Jubiläum besondere Konditionen gewährten, die Feldmann wiederum an die Kunden weitergeben könne. Besondere Schwerpunkte hat das Unternehmen im Bereich Massivhölzer gesetzt. Das Küchenstudio wurde erst Anfang des Jahres umfassend modernisiert. Die großzügige Präsentation der Küchen sei für ein Möbelhaus dieser Größenordnung keinesfalls selbstverständlich. Serviceleistungen wie Aufmessen vor Ort oder das Entsorgen alter Möbel sind für Feldmann selbstverständlich.

Mittlerweile seien zehn Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. „Der Standort am Reepmoorsweg hat sich für uns vorteilhaft entwickelt“, sagt Helmers, der Schwiegersohn der Unternehmensgründer. In die Zukunft kann er zwar auch nicht sehen. Eine Vision zeichne sich aber bereits ab: die weitere Modernisierung der Hallen.