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MITTELSTAND Zukunft aufs Dach installiert

STEFAN IDEL

WILDESHAUSEN - „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ – Der Leitspruch der Schwaben trifft auch auf die Wildeshauser zu. „In meiner Lehrzeit habe ich ein Jahr in einer Siedlung verbracht, um ein Dach nach dem anderen einzudecken“, erinnert sich Dachdeckermeister Uwe Dekker. Vor allem durch den privaten Bauboom Anfang der 70er Jahre sei es der Reinhard Dekker Dachdecker GmbH gelungen, rasch am Markt Fuß zu fassen. Inzwischen kann das Wildeshauser Unternehmen auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Mit zahlreichen Ehrengästen wird am 22. Februar gefeiert.

Reinhard Dekker erlernte sein Handwerk bei der früheren Firma Bock. Immer wenn im Winter die Bautätigkeit ruhte, verdingte er sich zwischenzeitlich als Holzfäller oder als Bademeister. Im Februar 1968 wagte er dann den Weg in die Selbstständigkeit. Die erste „Werkshalle“ war ein Schuppen am Blumenweg. Anfangs wurden nur kleinere Reparaturaufträge oder Dacheindeckungen durchgeführt. Doch es ging schnell bergauf. Dekker fasste bei mehreren regionalen Bauträgern Fuß. Anfang der 70er wurden etwa 140 neu gebaute Einfamilienhäuser jährlich eingedeckt. Auch Dekker investierte; 1972 erfolgte der Umzug zum Lehmkuhlenweg.

Innerbetrieblich waren ebenso die Weichen Richtung Zukunft gestellt. Uwe Dekker, Sohn des Betriebsgründers, übernahm 1997 die Firma. „Es gibt in meiner Branche zu viele, die das gleiche anbieten“, erkannte er schon früh, und erschloss neue Geschäftsfelder. „So wurde beispielsweise die Sparte Metallbedachung zu einer der Säulen für den geschäftlichen Erfolg“, berichtet der 40-jährige Unternehmer. Weitere Spezialgebiete seien unter anderem die Montage von Dach- und Wandsystemen aus isolierten Metallpaneelen oder Flachdachabdichtungen. Gewerbeübergreifend koordiniert das Unternehmen diverse Aufträge, etwa die Sanierung von Altbauten oder Hallenneubauten. „Dies wird weiter an Bedeutung gewinnen“, sagt Dekker unter Hinweis auf steigende Energiekosten.

Mittlerweile sei das Unternehmen in einem 500 Kilometer großen Umkreis von Wildeshausen tätig. Nicht nur die Staatskanzlei in Schwerin oder die Grundschule im Hagen erhielten ein „Dekker-Dach“. Auf der Referenzliste stehen auch das Krankenhaus Johanneum, der Klinik-Erweiterungsbau in Delmenhorst, die St.-Johannis-Schule im Bremer Schnoor-Viertel oder eine etwa 14 000 Quadratmeter große Halle für eine Tochter von Aleo Solar in Brandenburg/Havel.

„Die positive Entwicklung der letzten 40 Jahre und die konsequente Orientierung auf hochwertige Lösungen wären nicht ohne unsere fleißígen Mitarbeiter möglich“, betont Dekker. Mittlerweile beschäftigt die GmbH 14 Mitarbeiter. Die geringe Fluktuation spreche für ein gutes Arbeitsklima. Meister Jürgen Ferch sei inzwischen 20 Jahre lang im Betrieb.


Gemeinsam mit seinem Team will Dekker das Leistungsspektrum konsequent erweitern. Zukunftsträchtige Geschäftsfelder seien Gebäudesanierungen oder Photovoltaik. Mittlerweile seien Photovoltaik-Module in Abdichtungsbahnen für Flachdächer integriert. Dekker: „In fünf bis zehn Jahren werden die ersten Neubauten Richtung Süden vermutlich kein Ziegeldach mehr bekommen, sondern große Glasscheiben mit Solarmodulen.“

Chronik der Wildeshauser Reinhard Dekker GmbH

1968 –

Reinhard Dekker gründet das Unternehmen am Betriebsitz Blumenweg in Wildeshausen.

1972 –

Umzug des Unternehmens zum neuen Standort am Lehmkuhlenweg. Die Firma führt immer mehr überregionale Aufträge aus.

1992 –

Uwe Dekker, Sohn des Betriebsgründers, absolviert mit Erfolg die Meisterprüfung für das Dachdeckerhandwerk. Er tritt als Mitinhaber in den väterlichen Betrieb ein. Seit 1997 ist Uwe Dekker alleiniger Inhaber und Geschäftsführer.

1999 –

Das neue Betriebsgebäude im Gewerbegebiet „Am Umspannwerk“ wird errichtet. Dort ist die Reinhard Dekker GmbH seit April 2000 geschäftsansässig. Auf etwa 11 000 Quadratmetern Grundstücksfläche befinden sich 1300 Quadratmeter Hallen- und Lagerfläche sowie geräumige Büro- und Sozialräume.

Das Unternehmen präsentiert sich unter www.dachdekker.de

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