WILDESHAUSEN - In Teilbereichen sind bereits 40 Prozent der Heideflächen zerstört. Das Forstamt will rasch Maßnahmen ergreifen.
Von Stefan Idel
WILDESHAUSEN - Tausende von Besuchern lockt das Pestruper Gräberfeld südlich von Wildeshausen jährlich an. Doch nun schlagen Förster und Biologen Alarm: Der so genannte Heideblattkäfer bedroht die ausgedehnten Heideflächen in Pestrup. Das bestätigte auch eine Studie des Bremer Spezialisten Axel Bellmann, die vom zuständigen Forstamt Ahlhorn in Auftrag gegeben worden war. Zuvor hatte der Wildeshauser Revierförster Klaus Benthe großflächig absterbende Heidebereiche besonders im südlichen Bereich des Gräberfeldes festgestellt.„Der unscheinbare, fünf bis sechs Millimeter große braungelbe Käfer und seine Larven haben die Heide zum Fressen gern“, sagte Lutz Petershagen vom Forstamt Ahlhorn. Bei starkem Befall könne der Heideblattkäfer während des Sommers mehr Heidekraut als eine große Schafherde vertilgen. Nach Angaben der Experten sind in Teilbereichen bereits bis zu 40 Prozent der Heideflächen zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen. Nur harte Winterfröste und eine gute Verjüngung der Heide hielten das Insekt in Schach.
Gestern hatte Forstamtsleiterin Regina Dörrie vor Ort die Bellmann-Untersuchung Bernd Lögering von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Oldenburg und dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Wildeshauser Geest, Ralf Wiechmann, vorgestellt. Das Forstamt will nichts unversucht lassen, um die Pestruper Heide zu schützen. Denkbar sei zum Beispiel ein großflächiges Abmähen. Erste notwendige Maßnahmen sollen in Absprache mit dem Kreis noch im November auf Teilflächen vorgenommen werden.
