WILDESHAUSEN/OLDENBURG - Mit Schweden dürften die meisten Menschen Köttbullar (Fleischklopse), mittsommerliche Tänze und, natürlich, Ikea-Regale verbinden. Die Deutsch-Schwedische Gesellschaft zu Oldenburg versucht sich seit nunmehr 15 Jahren in der Überwindung dieser Stereotypen wie an der Bewahrung schwedischen Kulturguts. So bietet sie ihren Mitgliedern ein vielfältiges kulturelles Programm. „Die Ideen für unsere Projekte kommen meist aus der Gruppe selbst heraus“, beschreibt die erste Vorsitzende, Charlotte von Olearius, ihre Arbeit. Sie ist für die Stadt Wildeshausen als Gleichstellungsbeauftragte sowie als Geschäftsführerin des Präventionsrates tätig.
Bei den monatlichen Treffen in Oldenburg oder Varel ständen denn auch Aktivitäten wie das gemeinsame Singen oder die Gestaltung von Vortrags- und Liederabenden im Vordergrund. Das Einzugsgebiet des Oldenburger Vereins beschränkt sich dabei nicht nur auf die Stadt selbst, sondern umfasst inzwischen weite Teile des Nordwestens.
Von Olearius legt nach eigenem Bekunden besonderen Wert auf die Exkursionen im gesamten Bundesgebiet. So versuche sie, der Arbeit einen „gewissen eigenen Touch“ zu geben. Die gelernte Sozialarbeiterin stieß noch im Gründungsjahr zu der Gruppe hinzu. Sie und ihr Mann machten seit den 80er-Jahren häufig Urlaub in dem skandinavischen Land, entfernte Verwandte wohnten dort. Schnell fanden sie Gefallen an deren Lebensweise. „Ich habe dann an der Volkshochschule Schwedisch gelernt, obwohl das nicht unbedingt nötig gewesen wäre“, berichtet sie. Große Unterschiede in Mentalität oder Lebensweise weiß die Vorsitzende derweil nicht auszumachen. „Nur das Gastronomie-Netz ist in Schweden nicht so dicht wie hier.“
Derzeit überlege der Verein, Schüler und Studenten gezielter bei der Organisation eines Auslandsjahres zu unterstützen. „Schon jetzt vermitteln wir Kontakte oder geben Tipps.“ Von Olearius kann sich vorstellen, im nächsten Jahr erneut für den Vorstand zu kandidieren.
Der Verein unter www.dsgo.de
