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Planung Perspektive für die Häuslebauer

WILDESHAUSEN - Mit etwa 50 Bauplätzen im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) will die Stadt Wildeshausen auf die wachsende Nachfrage an kleinen Grundstücken reagieren. Mehrheitlich, bei zwei Nein-Stimmen, empfahl der Bau- und Umweltausschuss am Donnerstagabend, den so genannten Abwägungs- und Satzungsbeschluss für den B-Plan 54.1 „Vor Bargloy“ (Stadium III) zu fassen.

Der SPD-Antrag war jedoch umstritten: Karl Schulze Temming-Hanhoff sagte, der Plan sei „nicht beratungsfähig“. In nur 200 Metern Entfernung habe Landwirt Alfred Gier seinen Hof mit 280 Mastschweinen, 160 Vormaststellen und 140 Sauen. Falls der B-Plan beschlossen werde, bestehe ein Anspruch Giers, dass die Stadt die Fläche übernehme. Das koste Millionen. Auch Bürgermeister Kian Shahidi warnte: „Sie kennen die finanzielle Lage der Stadt.“ Er wies auf „rechtliche Konsequenten“ hin und warnte davor, „ein zweites Dorf“ am Immenthun aufzumachen.

Hartmut Frerichs, der für die SPD den Antrag gestellt hatte, meinte, die Argumentation gleiche einer „Drohung“. Die Stadt müsse preisgünstige, kleine Baugrundstücke vorhalten. Bereits jetzt wanderten Bauwillige in andere Gemeinden ab. Die Satzungsreife für den B-Plan bedeute nicht, dass sofort abverkauft werde. Auch Ulrich Kramer (CDU) wollte mehr Dynamik. Allerdings müsse man Gier eine Perspektive bieten. Ralf Stöver als Vertreter des Landvolks meinte, der Streit zwischen Landwirt und Häuslebauern sei vorprogrammiert. Planer Eckhart Mumm hatte die Stellungnahmen zum B-Plan erläutert. Er wies darauf hin, dass die Immissionswerte eingehalten würden.

Hermann Hitz (UWG) meinte, das Baugebiet sei „ein reines Zusatzgeschäft“. Eigentlich müssten die Flächen doppelt so teuer sein. Ein Ende der Verhinderungspolitik mahnte Uwe Dekker (CDU) an. Die Flächen gehörten der Stadt. Wer sie brach liegen lasse, verhalte sich wie ein Kaufmann, der sein prall gefülltes Regal abschließe. Auch Traute Sandkuhl (Grüne) wollte Perspektiven für Bauwillige. Falls die Stadt das Gebiet nicht entwickeln könne, müsse man es Privaten überlassen.

Auf hartnäckiges Nachfragen von Schulze Temming-Hanhoff bestätigte Bauamtsleiter Ulrich Fortmann, dass seit Monaten der Antrag eines heimischen Investors für die Fläche vorliege. Nach

NWZ

 -Informationen soll es sich um Immobilienunternehmer Helmut Müller handeln.
Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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