WILDESHAUSEN - Schlussstrich nach fast vierjähriger Beratung: Bei einer Gegenstimme gab der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Wildeshausen am Donnerstagabend grünes Licht für den geänderten Flächennutzungsplan sowie den Bebauungsplan 59 A „Kiebitzweg / Am Reepmoor“. Danach soll ein Teil des Reepmoorswegs für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden und künftig nur noch Radfahrern und Fußgängern vorbehalten bleiben. Der Kiebitzweg wäre für den Kfz-Verkehr über den Norden zu erschließen. Im südlichen Teil soll ein Wendehammer entstehen.

Planer Eckhart Mumm hatte die Bedenken von Anliegern und Behörden vorgetragen, nachdem die Planung erneut öffentlich ausgelegt worden war. Der Wendehammer sei Folge des biologischen Gutachtens, das die Wanderwege der streng geschützen Tierarten berücksichtige, erläuterte Mumm. Das sah Ausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) ganz anders: „Der Wendehammer ist überflüssig. Dort fahren bereits jetzt Müllfahrzeuge durch. Auch aus Sicht der Feuerwehr ist der Bau nicht erforderlich.“ Zudem müsse die Stadt ein weiteres Grundstück erwerben. Helmut Rang (CDU) mahnte dagegen an, die Planung konsequent weiterzuverfolgen. Andernfalls werde das faunistische Gutachten grundsätzlich in Frage gestellt. Das sah Traute Sandkuhl (Grüne) ähnlich: „Wenn wir dem Ergebnis des Gutachtens nicht folgen, brauchen wir uns nie wieder Fachleute zu holen.“

Karl Schulze Temming-Hanhoff beantragte, den B-Plan komplett zu den Akten zu legen. Hier sei jede Planung ein Eingriff in die Natur. CDU-Mann Rang verlangte, Ordnung in das Gebiet zu bringen. „Sonst brauchen wir uns eigentlich nicht mehr zu treffen.“ Schulze Temming-Hanhoffs Antrag fand nur zwei Ja-Stimmen. Auch Frerichs’ Wunsch, auf den Wendehammer zu verzichten, stieß auf deutliche Ablehnung. Mehrheitlich empfahl der Ausschuss, den B-Plan als Satzung zu beschließen.

Einstimmig votierte das Gremium dafür, alle zwei Jahre im Wechsel einen Waldbegang durchzuführen sowie Straßen und Weg zu prüfen. Der jüngste Waldbegang mit Förster Michael Feiner sei sehr informativ gewesen, betonte Christa Plate (CDU). Grünes Licht gab der Bauausschuss zudem für den Plan der Verwaltung, die Straße „Im Sande“ für den öffentlichen Verkehr zu widmen.

Hermann Hitz (UWG) kritisierte den baulichen Zustand der Ottostraße, die als Verbindung von Visbeker und Düngstruper Straße starken Belastungen ausgesetzt sei. Der Leiter des Fachbereichs Bau, Wilfried Johannes, wies darauf hin, dass die Straße inklusive Nebenanlagen im kommenden Jahr ausgebaut werde.


Der Antrag der SPD, die Hinweisschilder auf touristische Ziele zu erneuern, wurde an den Haushaltsausschuss verwiesen. Es sei auch des City-Managements, sich darum zu kümmern.