WILDESHAUSEN - Die Anzahl der Plätze bei Tagesmüttern im Landkreis Oldenburg hat sich innerhalb von fünf Jahren von 111 auf 340 Plätze verdreifacht – das ist die Bilanz des Familien- und Kinderservicebüros des Landkreises Oldenburg, das sich als Anlaufstelle für, Tagespflegepersonen, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Betrieben und Babysitterdienste um den Ausbau der Betreuungsangebote vor allem für unter dreijährige Kinder, die frühkindliche Bildung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kümmert.

Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Renate Geu­ter und Axel Brammer informierten sich über die Arbeit des Servicebüros im Wildeshauser Kreishaus. Die Finanzierung des Landesprogramms „Familien mit Zukunft“ endet im Sommer 2011. Das Projekt schlägt mit 160 000 Euro jährlich im Landkreis zu Buche, die Hälfte der Kosten übernimmt das Land. Insgesamt wurden 40 solcher Servicebüros in Niedersachsen gefördert. Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten kritisierten, dass diese Maßnahme nicht auf Dauer gefördert wird. Renate Geuter meinte: „Es kann nicht sein, dass ständig das Damoklesschwert über einer solch wichtigen Einrichtung hängt. Man kann die Kommunen bei diesem Thema nicht alleine lassen.“

Die Förderung des Familienbüros sei vor allem deshalb wichtig, weil ab 2013 ein Drittel der unter Dreijährigen einen Anspruch auf einen Krippenplatz habe. Auch Plätze bei Tagesmüttern tragen dazu bei, diese Quote zu erfüllen. Jugendamtsleiter und Sozialdezernent Robert Wittkowski erklärt: „Als öffentlicher Träger sind wir natürlich an einem bedarfsgerechten Ausbau der Tagespflege interessiert.“

Brammer und Geuter wollen sich auf Landesebene dafür einsetzen, die Laufzeit zu erhöhen.