WILDESHAUSEN - Wolfgang Rixen kennen viele als Gründer und Investor des Gut Spascher Sands. Dass der Unternehmer auch ein passionierter Oldtimer-Fan ist und über einen beachtlichen „Fuhrpark“ verfügt, ist weniger bekannt. Am Sonnabendmittag dürfte Rixen es bedauert haben, dass er aus terminlichen Gründen nicht in Wildeshausen sein konnte. Das Anwesen der Privatschule war nämlich das Ziel der 14. Bremen Oldtimer Classics. 165 Fahrzeuge der Jahrgänge 1923 bis 1980 machten das Areal an der Glaner Straße zu einem faszinierenden Oldtimer-Park und luden ein zum Spaziergang zwischen Legenden der Autogeschichte von Marken wie Bentley, Jaguar, Mercedes und vielen mehr.

Petra Sechting, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Kultur auf Gut Spasche Sand, hatte vor geraumer Zeit die Organisatoren angesprochen, ob sie sich nicht Gut Spasche als Ziel vorstellen könnten. Nachdem sie vor Ort gewesen waren, sagten die Rallye-Ausrichter sofort zu.

Damit hatten sie zweifellos eine Wahl im Sinne der Oldtimer-Fahrer getroffen. „Wir haben ein wunderschönes Ziel erwischt“, strahlte Jan Miller, „allein schon die Einfahrt auf das Gelände war berauschend“. Der Bremer fährt einen britischen Riley Brooklands, Baujahr 1930. Vor vier Jahren hatte er den restaurierten Wagen gekauft: mit vier Gängen, Doppelkupplung und Zwischengas. In der Spitze fährt er bis 120 km/h.

Gestartet waren die 165 Fahrer um 10 Uhr beim Bremer Roland. Über Delmenhorst, Hude und Dötlingen ging es nach Wildeshausen. Hier war für rund 330 Gäste ein großes Grillbüfett von einem Caterer aus Visbek aufgebaut worden. Chef Ludger Freese schaute zunächst noch sorgenvoll zum Himmel, doch das Wetter hielt. Mehr als anderthalb Stunden knirschten die Oldtimer über den Kies auf das Parkgelände. Überall standen sie auf dem Rasen. Nach der Pause stand später auf dem benachbarten Resort-Neubaugebiet die zweite Zeitprüfung an. Einen Parcours von 360 Metern galt es in 64 Sekunden zu bewältigen. Danach machte sich die Oldtimer-Karawane auf den 104 Kilometer langen Rückweg nach Bremen. „Eine tolle Sache“, so der Leiter der Privatschule, Berthold Seidel, über den Besuch.

Unter den Teilnehmern bei den Bremen Oldtimer Classics waren absolute Raritäten, so ein Mercedes 300 SL mit Flügeltüren oder mehr als 80 Jahre alte Bentleys oder Ford-Modelle. Sie haben ihren Preis. Der Wert einiger Wagen auf dem Gelände belief sich auf mehrere hunderttausend Euro und mehr.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement