WILDESHAUSEN - Die Zuschüsse von Land und Bund für die künftige Kinderkrippe im Erweiterungsbau des Wildeshauser Kreishauses in Höhe von 217 500 Euro kamen pünktlich zum Richtfest. Diese erfreuliche Nachricht steigerte noch die ohnedies gute Laune von Landrat Frank Eger, als er am Freitagnachmittag  die Nachbarn, Handwerker, Kollegen und zahlreiche weitere Gäste zum feierlichen Anbringen der Krone auf dem dreistöckigen, 4,5 Millionen Euro teuren Gebäude begrüßte.

Die aufgeräumte Stimmung des Verwaltungschefs hatte auch damit zu tun, dass jetzt endlich eine Entspannung der räumlichen Enge in der Behörde in Sicht ist. Wenn alles weiterhin so glatt läuft wie bisher, werden die Mitarbeiter im Juni nächsten Jahres in die 74 neuen zusätzlichen Büros einziehen können. „Diese Investition war schon lange notwendig, um den zunehmenden Raumbedarf aufzufangen, der durch die wachsenden Aufgaben der Kreisverwaltung entstanden ist“, sagte der Landrat.

Erstmals aktenkundig wurde das Bauprojekt im Bau-, Straßen- und Brandschutzausschuss am 28. Oktober 2008. Der Kreistag stimmte dem Vorhaben am 16. Juni 2009 zu. Nach Überarbeitung der ersten Baupläne schickte der Kreisausschuss den abschließenden Entwurf am 15. Dezember 2009 auf den Weg. Der erste Spatenstich erfolgte am 20. April dieses Jahres, die eigentlichen Bauarbeiten begannen am 14. Juni, Grundsteinlegung wurde am 14. September gefeiert. „In der Zwischenzeit haben die Handwerker ganz tolle Arbeit geleistet“, bedankte sich Eger.

Sogar die ersten Dachpfannen waren am Tag des Richtfestes bereits auf dem Gebäude. Das hier vorgelegte Tempo hat damit zu tun, dass möglichst noch in diesem Jahr die geplante Photovoltaikanlage installiert werden soll.

Für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung soll der Neubau erhebliche Verbesserungen mit sich bringen – nicht nur in Bezug auf die Kinderbetreuung. Die Zeit der ausgelagerten Arbeitsbereiche wird bald der Vergangenheit angehören. Eger verspricht sich von den dann zentral gebündelten Kräften bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Effizienz der Abläufe.


Diese Hoffnungen wurden noch bestärkt durch die traditionellen Wünsche des Zimmermeisters Stefan Balgenort. Für flotte Musik beim feierlichen Akt und anschließenden Fest sorgte Fred Molde von der Kreismusikschule mit seiner Handharmonika.