WILDESHAUSEN - Was für eine Frage – natürlich hat er ihn schon, den neuen Tambourmajor. Eine ganze Rotte Gildemännchen nennt Dr. Reinhard Gehring sein Eigen. Die letzte Figur kam gerade erst hinzu.
Gehegt und gepflegt wird die Sammlung im Partykeller des Tierarztes aus Wildeshausen. Sorgfältig aufgereiht stehen die Figuren in einer extra dafür angefertigten Glasvitrine. An der Wand dahinter befinden sich Spiegelelemente. „Damit es noch imposanter aussieht“, so Gehring. In Szene gesetzt werden die handbemalten Figuren durch LED-Leuchten, damit sie nicht zu heiß werden.
Gleich zu Beginn, als die ersten Schwarzröcke herauskamen, begann Gehrings Sammelleidenschaft. Das war 2001. Mittlerweile besitzt er 31 Figuren, denn er befand, dass Schwarzröcke nicht allein sein dürfen.
Was ihm zu seinem Glück noch fehlen würde, wäre eine Kutsche. „Die wünsche ich mir schon lange“, sagt er und hat dies auch schon bei Gerrit Finke und Uwe Dölemeyer verlauten lassen, die die Figuren im Erzgebirge in Auftrag geben. Außer der Kutsche fehlen Gehring auch noch die Musiker. Spielmanns- und Fanfarenzug würden die Reihen komplettieren. Aber wohin damit? „Eine Wand kann ich dafür noch frei machen“, sagt er. Dann müssten eben die Jagdtrophäen Platz machen. Erst kürzlich kaufte er die neuere Version des Offiziers mit langer Schärpe. Auch Familie und Freunde hat der Tierarzt schon mit seiner Sammelleidenschaft angesteckt, indem er zahlreiche Figuren verschenkte.
Erworben werden können die Figuren beim Handwerkermarkt zu Pfingsten am Stand von Finke und Dölemeyer.
