Wildeshausen - Sommerferien. Da könnte man meinen, dass viele Menschen noch im Urlaub sind und einem verkaufsoffenen Sonntag in der Heimat fernbleiben. „Wir stellen aber immer wieder fest, dass diese Angst unbegründet ist“, hat am Sonntag gegen 17 Uhr Johannes Lenzschau gesagt. Der Betreiber des Geschäfts Schnittker am Markt und Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Wildeshausen war zufrieden mit dem Verlauf des Schnäppchenmarkts. Ein Blick in Wester- und Huntestraße bestätigte seinen Eindruck: Von 13 bis 18 Uhr war die Innenstadt gut gefüllt.
Kunden von außerhalb
Der Schnäppchenmarkt bot reduzierte Ware. „Viele Kunden nutzen aber auch den Tag, um sich in den Geschäften beraten zu lassen. Und es sind viele von außerhalb da“, stellte Lenzschau fest. Überhaupt: Der Schnäppchenmarkt werde nicht nur zum Shoppen, sondern auch für einen Familienausflug gern genutzt.
Dafür hatte der HGV als Organisator in der Innenstadt ein buntes Programm ausgerichtet. Bunt im wahrsten Sinne des Wortes: So konnten sich Kinder in der Westerstraße an einem Stand von Bärbel Lenzschau und ihrer Tochter Lilly das Gesicht schminken lassen. „Schmetterlinge und Spiderman sind sehr beliebt“, erzählte die 14-jährige Lilly, die mit ihrer Mutter seit Marktbeginn gut zu tun hatte. So ging es auch ein paar hundert Meter weiter Wiebke Kösters. „Ich bin zum ersten Mal hier“, erzählte sie. Sie sprühte den Kindern abwaschbare Airbrush-Tattoos auf die Arme.
Fahrt in der Bimmelbahn
Ebenfalls zum ersten Mal dabei war ein Reaktionsspiel der Firma „Rainbow Animation“, die unter anderem die Einhorn-Hüpfburg auf dem Marktplatz aufgebaut hatte. Bei dem Spiel ging es darum, so schnell wie möglich Lichtknöpfe zu drücken. „Das macht Spaß. Ich habe schon zweimal gewonnen“, sagte der zehnjährige Alan zufrieden. Das Spiel werde allgemein gut angenommen, sagte Niklas Dämmer von „Rainbow Animation“. „Es ist für Kinder ab sechs Jahre – im Schnitt kommen Zehnjährige hier her.“
Wer den Schnäppchenmarkt an sich vorbeiziehen lassen wollte, konnte sich in die Bimmelbahn setzen.
Zum Bummeln kamen Dorothee (14) und Alea (12). „Wir haben aber noch keine Schnäppchen gemacht“, sagte Alea mit einem Lächeln, während sie sich mit ihrer Cousine am Stand der NWZ im Leitergolf versuchte. „Wir besuchen unsere Oma hier in Wildeshausen“, ergänzte Dorothee – sie reiste aus Osnabrück an, Alea aus Siegburg in Nordrhein-Westfalen.
Etwas mehr Zulauf hätte sich die Tierschutzgruppe Oldenburg Land am Flohmarkt in der Heiligenstraße gewünscht. Mitglied Ebba Rasche nahm es gelassen. Sie sah den Tag so, wie ihn wohl vor allem viele Kinder empfanden: „Es macht Spaß.“
