WILDESHAUSEN - Die Seniorenwohnanlage Atrium am Wall in Wildeshausen geht in neue Hände über. Aus Alters- und Gesundheitsgründen hat der bisherige Betreiber Dr. Martin Wrobel (65) das Haus nach 15 Jahren einer anderen Firma, der Unternehmensgruppe Helvetis, übertragen.

Grundsteinlegung für das Atrium war am 1. Juni 1994. Basis war das damals neuartige Konzept des Betreuten Wohnens. Die Eröffnung erfolgte am 1. Juni 1995. Erste Bewohnerin war Anna Kühn, eine Tante des Inhabers der Bäckerei Kolloge.

Im Mai 2000 wurde das Erdgeschoss in eine Pflegestation umgebaut. Dies wurde notwendig, da die Bewohner immer älter und kränker wurden, also intensiv gepflegt werden mussten. 2005/2006 erfolgte die Nutzungsänderung in eine Senioren- und Pflegeeinrichtung; das Haus ist nach dem Umbau gut ausgelastet, so Dr. Wrobel.

Die am längsten im Atrium wohnenden Personen sind Gertrud Schröder und Ilka-Maria Rensing. Die älteste Bewohnerin ist Elisabeth Eilers mit 96 Jahren, die trotz oder gerade wegen ihres hohen Alters täglich genüsslich ein paar Zigaretten raucht. Der jüngste Bewohner ist erst 42 Jahre alt.

Im Atrium sind zurzeit 18 Vollbeschäftigte und 15 Teilzeitbeschäftigte tätig, insgesamt 33 Mitarbeiter; am längsten sind dabei Ljuba Fisenko, Carla Möllmann und Giesela Piepereit. Es gibt weitere Mitarbeiter, die annähernd zehn Jahre im Atrium arbeiten.


Das Atrium am Wall wird am 1. März von der Unternehmensgruppe Helvita übernommen, die zurzeit zehn Einrichtungen, unter anderem in Nienburg, mit 900 Betten und etwa 600 Mitarbeitern betreibt.