Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Soziales „Das gehört einfach zu unserer Stadt“

WILDESHAUSEN - „Mehrgenerationenhäuser sind wie soziale Bienenstöcke – sie bieten für alle etwas“, sagte die damalige Bundessozialministerin Ursula von der Leyen im November 2007 beim Besuch der Einrichtung in Wildeshausen. „Unser Angebot wird gebraucht“, weist DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Vosteen auf den Beitrag des DRK-Hauses zum sozialen Miteinander hin. Gemeinsam mit dem motivierten Team um Sandra Scholz kämpfe der Wohlfahrtsverband dafür, dass das Mehrgenerationenhaus über die Fördergrenze hinaus nachhaltig gesichert wird.

Kinderbetreuung

2004 wurde das Mehrgenerationenhaus in der Bahnhofstraße eröffnet. Zunächst gab es Fördermittel vom Land. Seit 2006 gibt der Bund jährlich 40 000 Euro zum Gesamtetat von 70 000 Euro. Spätestens Ende 2011 laufe die Bundesförderung aus. Das DRK wolle nicht die Entwicklung abwarten, so Vosteen und sein Stellvertreter Oliver Brinkhus, sondern rechtzeitig die Weichen für eine sichere Zukunft stellen.

In den sechs Jahren seit der Gründung habe sich das Mehrgenerationenhaus ständig weiterentwickelt und seine Dienstleistungen den Bedürfnissen angepasst. Von der Kinderbetreuung bis zu den Handwerksgruppen gibt es mittlweile 23 Angebote, so Sandra Scholz, die Leiterin des Hauses. Neu ist der ehrenamtliche Handwerkerdienst. Scholz: „Wir haben bis zu 60 Besucher täglich. Tendenz steigend!“ Man fühle sich als „Mehrgenerationenhaus des ganzen Kreises“, sagte Vosteen unter Hinweis auf Besucher selbst aus Hude oder Ganderkesee. Einige würden sogar mit dem DRK-Fahrdienst abgeholt. In dem Haus werde der Gedanke der Großfamilie – Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hilfe – gelebt, bemerkte Margret Hentemann, die Wildeshauser DRK-Ortsvereinsvorsitzende. Jeder solle das Gefühl haben, „im eigenen Wohnzimmer“ zu sein.

Eigener Förderverein?

Um die Zukunft des Hauses nachhaltig zu sichern, prüfe der DRK-Kreisverband weitere Fördermöglichkeiten, etwa aus dem Bereich der Integrationshilfe. Denkbar wären auch die Einrichtung einer Beratungsstelle oder die Gründung eines Fördervereins speziell für das Mehrgenerationenhaus. Dazu sollen in Kürze Gespräche mit Landrat, Bürgermeistern und den politisch Verantwortlichen im Landkreis aufgenommen werden. Erste Rückmeldungen seien „durchweg positiv“. Zudem wolle das DRK Kontakt zum Büro der neuen Niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) aufnehmen, um ein Migrationsprojekt zu starten. Viele Kurse, etwa die Hausaufgabenhilfe, könnten gar nicht kostendeckend angeboten werden.

Das Mehrgenerationenhaus habe einen hohen Stellenwert bei der nachhaltigen Entwicklung sozialer Strukturen in der Region, erklärte der DRK-Geschäftsführer. Durch die Dienstleistungen würden viele Menschen gestützt und gestärkt. Die Vernetzung von ehrenamtlichen Strukturen und hauptamtlicher Begleitung sei ideal. Zudem gebe es in der Region eine hohe Identifikation mit dem Haus.


Das sieht Hentemann genauso: „Das gehört einfach zu unserer Stadt.“

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hatten im Hinspiel keinen leichten Stand: die Oldenburg DeWayne Russell (links) und Ebuka Izundu gegen den Tübinger Kriss Helmanis. Die Baskets unterlagen mit 84:93.

OLDENBURG EMPFÄNGT TIGERS TÜBINGEN Gegner der Baskets darf auf keinen Fall verlieren – Weitere Ausfälle möglich

Niklas Benter Mathias Freese
Oldenburg
Wills Woche
Is’ was?

ISLAM IN DEUTSCHLAND Keine Religion steht über der Kritik

Alexander Will
Jüdische Studierende an der Uni Oldenburg blicken mit Sorge auf die Vorfälle der vergangenen Wochen. Unsere Redaktion hat mit zwei Studentinnen darüber gesprochen, wie sie ihren Alltag erleben. (Symbolbild)

ANTISEMITISCHE VORFÄLLE IN OLDENBURG Zwischen Paranoia und Mut – So erleben jüdische Studierende die Stimmung auf dem Campus

Josepha Zastrow
Oldenburg
Berliner Notizen
Keine Parade für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

KURIOSES UND UNGEWÖHNLICHES IM POLITIKBETRIEB Eine Trompete, ein Jogger und (k)eine Militärparade

Hagen Strauß Büro Berlin
Hat sich auf Vermehrung von Rhododendren und Azaleen spezialisiert: Timo Schröder aus Wiefelstede.

VERMEHRUNGSBETRIEB IN WIEFELSTEDE Kinderstube für Rhododendren und Azaleen

Kerstin Schumann
Wiefelstede