WILDESHAUSEN - Um das ehrenamtliche Engagement in Wildeshausen stärker zu würdigen, will die Kreisstadt eine eigene Ehrenamtskarte herausgeben. Einstimmig gab der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss dazu am Mittwochabend das entsprechende Signal. An einem „Runden Tisch“ sollen praktische Vorschläge zur Unterstützung der ehrenamtlich Tätigen sowie die Richtlinien zur Vergabe der Karte erarbeitet werden. Die Ehrenamtskarte soll neben der bereits bestehenden „Niedersachsen-Card“ eingeführt werden.

„Entscheidend sind keinesfalls die finanziellen Vorteile dieser Karte“, betonte Markus Grünloh (UWG). Es gehe vor allem um die gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit in Vereinen und Verbänden. Grünloh sprach sich wie Jan Prinzwald (Grüne) und Stephan Rollie (CDU) dafür aus, die „Wildeshausen-Karte“ ab 16 Jahren zu gewähren. Gerade Jugendliche sollten motiviert werden. Christa Plate (CDU) meinte, die Karte sei auch Werbung für Wildeshauser Unternehmen, falls diese Rabatte gewähren würden.

Zuvor hatten Schüler des Wildeshauser Fachgymnasiums, begleitet von ihren Lehrern Janna Gerjets und Ronny Anweiler, die Ergebnisse einer Umfrage zum Ehrenamt vorgestellt. 600 Fragebögen wurden verschickt; 300 Antworten kamen zurück. Danach erhoffen sich 53 Prozent Vergünstigungen durch die Ehrenamtskarte. 21 Prozent erbitten sich Unterstützung bei Transporten. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten sind erwünscht. Margret Hentemann (DRK) und Plate wiesen darauf hin, dass gerade in Zeiten steigender Benzinpreise ein Zuschuss für Verkehrsmittel sinnvoll sei.

Großes Lob zollten alle Ausschussmitglieder den Erzieherinnen und Eltern des Kindergartens „Sternschnuppe“, die mit großem Engagement den Außenbereich kindgerecht umgestaltet haben. Kindergartenleiterin Cornelia Webermann zeigte Bilder von dem neuen Rutschenhügel und der Bewegungsfläche mit Wasserlauf. Dafür hatte die Stadt 20 000 Euro bereitgestellt; 10 000 Euro warb die „Sternschuppe“ an Spendenmitteln ein. Im kommenden Jahr sollen unter anderem noch Feuerstelle und Biotop entstehen. Der Ausschuss empfahl, für die zweite Bauphase maximal 19 000 Euro in den Haushalt 2009 einzustellen.