WILDESHAUSEN - „Wir sind froh, dass wieder ein neuer Schritt getan ist“, freute sich Rajabali Samadi, Vorsitzender des Vereins Kinderhilfe Bam am Dienstag auf dem Bauhof Wildeshausen. Für ein Waisenhaus im Iran bekam er eine Solaranlage überreicht.
Seit dem Erdbeben in der iranischen Stadt Bam im Dezember 2003 setzt sich der Verein Kinderhilfe für ein Waisenhaus in der Stadt ein. „Nach der Katastrophe bin ich gleich in den Iran gefahren und habe mir ein Bild gemacht. Mir war klar, dass man etwas tun muss“, erzählte Diplom-Psychologe Samadi. Um den vielen elternlos gewordenen Kindern zu helfen, gründete er ein Waisenhaus. 42 Kinder leben dort momentan.
Jetzt bekommt die Einrichtung eine eigene Solaranlage für die Warmwasserversorgung und Heizung des Gebäudes. Geplant hat dieses Projekt die Harpstedter Energie Agentur e.V..
„Als wir von den Plänen zum Waisenhaus in Bam erfahren haben, wollten wir helfen. Wichtig war uns dabei der Klimaschutz, denn dafür muss weltweit etwas getan werden“, erklärte Cord Remke, Mitglied des Vereins. „Und aufgrund der vielen Sonnentage im Iran ist eine solarbetriebene Anlage natürlich auch ideal für diesen Standort.“
Auf dem Bauhof wurde die Anlage der Firma Reinhard Solartechnik nun dem Verein Kinderhilfe übergeben und auch gleich in einem Überseecontainer für den Transport verstaut. Möglich wurde der Kauf der Anlage dank einer Förderung durch die Niedersächsische Lotteriestiftung.
Mit in dem Container werden in diesem Monat noch weitere Hilfsgüter für das Waisenhaus in den Iran transportiert. So gehen auch Betten, Rollstühle und eine Kücheneinrichtung mit auf die Reise.
Begleitet wird der Container auch von einer Schutzengelfigur, die Ina Michalski, persönliche Referentin der Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst, überreichte.
„Wir freuen uns immer über Hilfe. Es ist noch viel zu tun“, warb Samadi auch um weitere Unterstützung seines Vereins.
