WILDESHAUSEN - Klaus Kramer stand schon 20 Minuten vor der offiziellen Eröffnung vor dem Tor. „Ich schwimme bei Wind und Wetter“, erzählte der 73-jährige Wildeshauser, „das ist für mich wie eine Therapie“. Mit ihm sprangen am Freitagmorgen Bärbel Thuns und Silke Kloster ins mit 22,5 Grad wohl temperierte Wildeshauser Freibad.

Pünktlich um 9 Uhr hatte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi im Krandel die Freibadsaison eröffnet. Ein Monat eher als üblich. „Damit sind wir bundesweit die Ersten“, meinte das Stadtoberhaupt. Grund sei die Schließung des Hallenbades gewesen. Damit solle den Schwimmern die Möglichkeit zum Training gegeben werden. Vor allem mit der 50-Meter-Bahn habe das Freibad im Krandel ein „Alleinstellungsmerkmal“ in der Region. Wegen notwendiger Instandsetzungsarbeiten werde das Nichtschwimmerbecken voraussichtlich erst nach Ostern Wasser haben.

Shahidi dankte insbesondere dem Kurbadteam, das engagiert für die frühzeitige Eröffnung gearbeitet habe. „Ich habe sogar am Wochenende Mitarbeiter des Kurbadteams im Baumarkt getroffen, weil noch rasch Material besorgt werden musste.“ Die Mannschaft um Schwimmmeister Rainer Flöte wurde auf neun Mitarbeiter aufgestockt. Am Freitag unterzeichnete Victoria Brunk aus Syke als Fachangestellte für Bäderbetriebe ihren Vertrag.

Geöffnet ist das Freibad täglich von 6.30 bis 20 Uhr; am Sonnabend und am Sonntag von 9.30 bis 18.30 Uhr. Die Eintrittspreise sind stabil geblieben: 1,50 Euro für Jugendliche bis 16 Jahre; Erwachsene zahlen 3 Euro. Die Saisonkarte kostet 60 Euro (Jugendliche: 30 Euro). Auch Zehnerkarten gibt es wieder, so Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge.