WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/STI - Gerade einmal eine halbe Stunde dauerte gestern Abend der öffentliche Teil der so genannten Extra-Ratssitzung zum Stand der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Vor Bargloy“ sowie zur zivilen Nachnutzung des Kasernengeländes. Zu Beginn der Sitzung beantragte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi im Namen der Verwaltung, im nicht-öffentlichen Teil über die Entwicklungsmaßnahme zu beraten. Bei sechs Gegenstimmen (UWG/Grüne) und zwei Enthaltungen wurde dem stattgegeben. Die Fragen einer Bürgerin, die sich nach finanziellen Belastungen erkundigt hatte, beantwortete Shahidi nicht. Die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) sei Entwicklungsträger.
Heinrich Willms und Wera Buhr vom Verkaufsteam Oldenburg der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bi-ma) berichteten, dass zahlreiche Interessenten über das Gelände der Wittekind-Kaserne geführt worden seien. Von zunächst elf seien schließlich drei Bewerber übriggeblieben (die NWZ berichtete). Einer von ihnen ist nach eigenem Bekunden der Wildeshauser Immobilien-Unternehmer Helmut Müller. Er will möglichst viele Gebäude erhalten und unter dem Motto „Soziale Stadt“ zusätzlichen Wohnraum anbieten.
Buhr nannte weder Namen noch Preise. Es gebe einen Favoriten, aber vor einer Entscheidung müsse noch eine Bewertung der Kaserne erfolgen. Der Verkauf könne eventuell im Mai erfolgen. Markus Grünloh (UWG) bezeichnete die Informationen als „dürftig“ und appellierte an CDU und FDP, ihre Konzepte vorzustellen. Das lehnte die Mehrheitsgruppe ab. Uwe Dekker (CDU) warnte davor, „Investitionsentscheidungen im Vorfeld zu zerreden“.
