WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN - „Was ist das wohl für eine Firma?“ mögen sich manche Wildeshauser beim Vorbeifahren am Betriebsgelände von Atlas Weyhausen an der Visbeker Straße gedacht haben. Wer den Tag der offenen Tür am Sonnabend besucht hat, weiß es jetzt. In der Maschinenfabik werden kompakte Radlader und Walzenzüge hergestellt.

Bei einer Werksführung konnten Interessierte sämtliche Arbeitsplätze des Unternehmens kennen lernen. 170 Menschen arbeiten bei Atlas Weyhausen in Wildeshausen. „Inzwischen haben wir auch wieder zehn Auszubildende“, sagte Pressesprecher Holger Wagner im Gespräch mit der NWZ . Im kaufmännischen Bereich, in der Schlosserei, in der Lackiererei und im Lager werden junge Menschen ausgebildet.

In der schwierigen Zeit, die die Baubranche durchzustehen hat, behauptet sich das Unternehmen durch die Ausfuhr ins Ausland. „Wir haben einen Exportanteil von 46 Prozent“, sagt Wagner. Viele Baumaschinen gehen nach Westeuropa, aber die Nachfrage in Polen, Russland und Ungarn, wo Atlas ein Tochterunternehmen mit 200 Mitarbeitern betreibt, steige. Noch seien vor allem gebrauchte Baumaschinen gefragt, aber Wagner rechnet damit, dass bald immer mehr neue Radlader bestellt werden. „Wir werden dort sein, wenn es losgeht“, verspricht er. Beim Bau des neuen Moskauer Flughafens seien Radlader aus Wildeshausen bereits im Einsatz gewesen.

Dass die kompakten Radlader nicht nur hübsch aussehen und beim Landschaftsbau, im Recyclinggewerbe und beim Straßen- und Tiefbau nützlich sind, sondern sich auch mit viel Freude fahren lassen, davon konnten sich große und kleine Besucher auf dem Übungsgelände der Firma überzeugen. Unter der Anleitung erfahrener Fahrzeugführer durften die Gäste selbst einmal einen Radlader steuern. So manch ein Junge wird jetzt einen neuen Berufswunsch gefasst haben: Radladerführer.