Wildeshausen - Endlich wurde sie eröffnet, die Hundefreilauffläche neben der Wildeshauser Kläranlage – und das mitten in der Brut- und Setzzeit, die vom 15. Mai bis zum 15. Juli andauert.

Das symbolische rote Band schnitt Bürgermeister Jens Kuraschinski durch, der während der Eröffnung zugab, selbst kein Hundehalter zu sein. „Ich freue mich, dass diese städtische Fläche jetzt genutzt werden kann“, sagte der Bürgermeister am Mittwoch. Die umzäunte Freilauffläche ist das ganze Jahr über täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet und bietet den Vierbeinern auf 3600 Quadratmetern Platz zum Austoben.

„Das haben wir schon mit rund 15 Hunden ausprobiert, da war genug Platz für alle“, erklärte Frank Hartwig, Besucher der Fläche. Bis zum Ende der Brut- und Setzzeit müssen die rund 1200 Hunde, die in der Kreisstadt leben, im Wald und in der freien Landschaft an der Leine geführt werden. Diese Anleinpflicht soll wildlebende Tiere schützen.

In Zukunft würde sich der Wildeshauser Bauhof um das eingezäunte Areal kümmern. „Wir hoffen allerdings auf einen pflichtbewussten Umgang seitens der Hundebesitzer“, sagte Kuraschinski. So sei jeder Halter für den eigenen Müll und für die Beseitigung des Hundekots verantwortlich. „Dafür gibt es Mülleimer und einen Hundekotbeutelspender“, ergänzte der Bürgermeister.

Parkmöglichkeiten seien direkt neben dem Areal gegeben. Ob noch Spielgeräte oder Sitzmöglichkeiten dazukommen sollen, das wolle die Stadt davon abhängig machen, wie die Freilauffläche künftig angenommen wird. „Ich gebe Vorschläge gerne weiter. Als Stadt sind wir auf Impulse angewiesen“, so Kuraschinski. Erst kurz vor Pfingsten wurde die Hundefreilauffläche vom Bauhof fertiggestellt. Rund 20 000 Euro nahm die Stadt in die Hand, um die Fläche zu errichten.


Bereits 2012 stellte Ratsfrau Kreszentia Flauger (Linke) den entsprechenden Antrag, der zunächst aber abgelehnt worden war. „Vor drei Jahren kam die Errichtung einer solchen Fläche dann wieder ins Gespräch, mit Erfolg“, sagte der Bürgermeister. Die Realisierung des Vorhabens habe gedauert, da die Fläche im Überschwemmungsgebiet der Hunte liegt. Bevor die Arbeiten im Frühjahr beginnen konnten, musste die Wiese trocken genug sein.