Wildeshausen - Seit Juli 2017 betreibt die Tierschutzgruppe Oldenburg Land am Standort des ehemaligen Katzenhauses, Ecke Reepmoorsweg/Am Reepmoor, eine so genannte Tiertafel. Bürger mit geringem Einkommen können dort Sachspenden erhalten. Doch der Umzug ist beschlossene Sache. Im kommenden Jahr soll die Tiertafel in einem Gebäude am Grünen Weg öffnen, in dem noch die DRK-Kleiderkammer untergebracht ist.
„Unsere Klientel ist nicht mehr ganz so jung und nicht mehr so mobil“, erklärt Edith Kaminski, die Sprecherin der Tierschutzgruppe. Das ehemalige Katzenhaus sei „weit ab vom Schuss“. Daher seien die ehrenamtlichen Tierschützer auf der Suche nach einem Domizil in Nähe der Innenstadt gewesen. Das hat man nun am Grünen Weg gefunden. „Wir bauen dort Stück für Stück um“, erklärt Kaminski. Ein Umzugstermin stehe noch nicht fest, zumal die DRK-Kleiderkammer erst im Januar ihre neuen Räume in der Halle am Wildeshauser Bahnhof beziehen kann.
Die Tiertafel öffnet stets am dritten Samstag im Monat, jeweils von 11 bis 13 Uhr. Letztmalig in diesem Jahr ist die Tiertafel am Reepmoorsweg an diesem Samstag, 15. Dezember, geöffnet. In dieser Zeit können auch Spenden abgegeben werden. Wer Leistungen von der Tiertafel erhalten will, muss einen gültigen Einkommensbescheid sowie den Nachweis über das Haustier (beispielsweise den Kaufvertrag, den Hundesteuerbescheid oder eine Tierarztrechnung) vorlegen.
Die Tierschutzgruppe hat ihren Namen geändert. Weil die Ehrenamtlichen einen Großteil des Landkreises Oldenburg betreuen, heißt der Verein nun nicht mehr „Tierschutzgruppe Wildeshausen“, sondern „Tierschutzgruppe Oldenburg Land e.V“. Von der Stadt Wildeshausen erhält der Verein in diesem Jahr einen Zuschuss von 790 Euro für die Tiertafel.
Erneut werden die Tierschützer ab Freitag, 14. Dezember, mit einer Bude auf dem Wildeshauser Weihnachtsmarkt vertreten sein. Wer dort Lose erwirbt, habe die Chance auf wertvolle Preise der Tombola. „Alle Einnahmen aus dem Losverkauf investieren wir in die praktische Tierschutzarbeit“, sagt Edith Kaminski.
Die Sprecherin der Tierschutzgruppe betont nochmals, dass sich Tiere nicht als Weihnachtsgeschenk eignen. Katzen, Hunde oder Kaninchen seien keine Spielsachen, die man – im Gegensatz zu Puppen oder Lego-Steinen – nicht einfach zur Seite legen oder gar zurückgeben kann, wenn man keine Lust mehr auf sie hat. Wer sich ein Haustier zulegen will, sollte schauen, dass es passt: zur Familie und zur Wohnsituation. Die Tierheime vermitteln daher zu Weihnachten keine Tiere.
