WILDESHAUSEN - Als überaus beliebt gelten die Veranstaltungen des Wildeshauser Handels- und Gewerbevereins (HGV), wie am vergangenen Sonntag der Gänsemarkt. Etwa 90 Prozent der Bürger haben bereits eine von zahlreichen HGV-Veranstaltungen besucht, wie eine Umfrage der 12. Klasse des Fachgymnasiums Wirtschaft an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen ergab. Zwei Drittel der insgesamt 111 Befragten bezeichneten die HGV-Aktionen als „ansprechend“. „Der HGV hat ein positives Image“, stellten die Schüler unisono fest, als sie am Montag die Ergebnisse präsentierten. „Wir haben uns als Partner sehr wohl gefühlt“, lobte BBS-Lehrer Ralf Röhl die Kooperation.

Neben den Kunden befragten die Jugendlichen auch 40 von rund 200 HGV-Mitgliedern. 82 Prozent gaben an, sie sähen ihre Erwartungen durch die HGV-Aktivitäten erfüllt an. Knapp 78 Prozent gaben dem Verein in Sachen Engagement Schulnoten von „sehr gut“ bis „befriedigend“. Allerdings sehen 34 Prozent beim Informationsfluss einen Verbesserungsbedarf. 80 Prozent meinen, der HGV habe eher eine Bedeutung für die Innenstadt; Geschäftsinhaber am Westring fühlen sich laut Umfrage eher unterrepräsentiert. Die Arbeitsgruppe der Schüler mit Tim Wilker, Kevin Eilers, Max Prutov, Guiliana Heger und Sarah Neumann regte an, die Geschäfte am Stadtrand besser einzubinden. In der Innenstadt seien einheitliche Öffnungszeiten, bessere Parkplätze und mehr Werbetafeln erstrebenswert.

90 Prozent der Nicht-Mitglieder glauben, sie profitierten nicht von den HGV-Aktivitäten – unter anderem, weil die Nebenstraßen nicht berücksichtigt würden oder weil zu wenig Werbung außerhalb der Kreisstadt gemacht werde. Allerdings gaben 92 Prozent an, sie glaubten zu wissen, was der HGV macht.

Als „gute Arbeitsgrundlage“ lobte HGV-Sprecher Bernhard Block die im Sommer durchgeführte Umfrage. „Das ist reichlich Stoff zum Nachdenken.“ Andreas Hauth, Vorstand Dienstleistungen, wies darauf hin, dass sich der HGV ausdrücklich Fragen zur unterschiedlichen Wahrnehmung der Mitglieder sowie der Nicht-Mitglieder erbeten habe. Um den Informationsfluss zu verbessern, sei ein E-Mail-Verteiler eingerichtet worden. Als kleines Dankeschön für die Arbeit der Jugendlichen überreichte Block einen Essens-Gutschein.