Wildeshausen - Erst hatte der Umweltminister einen Glückwunsch geschickt – am Mittwoch kam Olaf Lies (SPD) persönlich nach Wildeshausen und gratulierte zum Preis im Bundeswettbewerb „Klimafreundliche Kommune“ (25 000 Euro). „Das Projekt ,Klimaallianz in der Landwirtschaft’ hat mich neugierig gemacht“, sagte Lies. In Europa und im Bund werde viel über Klimaschutz diskutiert, hier vor Ort werde er umgesetzt.

„Wir hatten von Anfang an die richtigen Partner“, meinte die Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Manuela Schöne, und sprach damit den Kreislandvolkverband und die Landwirtschaftskammer an.

„Es ist ein schwieriger Weg, die Landwirte von dem Projekt zu überzeugen“, erklärte Kreislandvolkvorsitzender Jürgen Seeger. Doch er ist überzeugt: Klima und Landwirte profitieren.

„Ich muss den Bauern klar machen, wo sie sparen und ihre Klimabilanz verbessern können“, sagte Ansgar Lasar (Landwirtschaftskammer). „Wir müssen versuchen, mit wenig Emissionen viel zu produzieren.“ Dabei gehe es nicht um den ganzen Hof, sondern um einzelne Produkte wie die Milchproduktion. „Einen Liter Milch zu erzeugen ist klimafreundlicher als einen Kilometer mit dem Auto zu fahren“, machte Lasar deutlich. Pro Jahr würden derzeit 20 Höfe besucht und beraten. Das sei ein Anfang. Auf diesem Wege könnten 50 bis 100 Tonnen CO 2 pro Betrieb und Jahr eingespart werden.

Minister Lies zeigte sich von den Ansätzen begeistert. „Mit diesem Projekt steht der Landkreis Oldenburg an der Spitze einer Bewegung.“

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg