WILDESHAUSEN - „Das ist ein gutes Konzept – und es passt in die Zeit“, sagte Ratsfrau Christa Plate (CDU). Sie hatte bereits vor sieben Jahren den Antrag gestellt, die Liegenschaft der Stadt Wildeshausen hinsichtlich der Energieeffizienz zu untersuchen. Einstimmig empfahl am Donnerstagabend der Bau- und Umweltausschuss (BU) der Stadt, Mittel für die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzepts im Haushalt 2012 einzuplanen. Vordringlich soll ein Teilkonzept für die öffentlichen Gebäude erarbeitet werden.
Zuvor hatten Aloys Graw vom gleichnamigen Planungsbüro und der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Lohne, Matthias Reinkober, von ihren Erfahrungen berichtet. So wurde in Lohne ein Klimaschutzkonzept für 33 städtische Liegenschaften erarbeitet. Das Bundesumweltministerium bezuschusse die Planungskosten von 64 000 Euro zu 50 Prozent. Im Landkreis Osnabrück werde das Amt des Klimaschutzbeauftragten drei Jahre lang zu 85 Prozent gefördert. Der Haken: Geld für einen Klimaschutzbeauftragten gibt es erst aus Berlin, wenn ein Klimaschutzkonzept vorliegt. Reinkober ist beim Bauamt der Stadt Lohne beschäftigt und ist quasi „nebenbei“ als Klimaschutzbeauftragter aktiv.
Uwe Leinemann (CDU) regte an, rasch die Wärmedämmung in den Schulen zu verbessern. BU-Vorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) wies darauf hin, dass auch die Wärmenutzung der Kläranlage ins Konzept gehöre. „Ziel muss es sein, dass wir die Konzepte auch umsetzen“, warnte Lars Kosten (FDP) davor, dass erneut Expertisen in Schubladen verschwinden. Falls ein Klimaschutzkonzept zu 50 Prozent gefördert werde, verbleibe bei der Stadt ein Anteil von gut 15 000 Euro.
Mehrheitlich sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass die Stadt weiterhin den Winterdienst in der Krandelstraße vor einem Grundstück übernimmt, das einem Wildeshauser gehört. Mit ihm sei ein Nutzungsvertrag über das angrenzende Grundstück abzuschließen. Auf dem Areal ist ein Parkstreifen und ein Stück Wanderweges vorhanden, das bislang unentgeltlich genutzt werden konnte. Weil die Stadt aber den Winterdienst auf einer Länge von 28 Metern eingestellt hatte, bekam sie prompt die Kündigung ins Haus. Der Besitzer forderte, dass die Stadt die Fläche wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Daher hatten sich die Gremien erneut mit dem Fall zu befassen. Nun wolle man sich gütlich einigen. Um das Nutzungsrecht zu erhalten, will die Stadt im Gegenzug die Verkehrssicherungspflicht übernehmen.
