WILDESHAUSEN - Sehr ergiebig ist die Herbsttour der Schadstoffmobile durch den Landkreis Oldenburg verlaufen. „Wir waren diesmal dabei aber auch durch das gut Wetter begünstigt, so dass die Leute das Angebot, Problemstoffe und Elektroschrott loszuwerden, besonders gut angenommen haben“, berichtete Abfallberater Tobias Bruns vom Amt für Bodenschutz und Abfallwirtschaft des Landkreises.
Eine Woche lang waren die Fahrzeuge der Entsorgungsfirmen Neelsen aus Bremen und Remondis aus Simmerhausen unterwegs, um an insgesamt 26 Haltestellen das einzusammeln, was über die normale Müllabfuhr nicht entsorgt werden kann. Dazu zählten zum Beispiel ausgediente Geräte der Unterhaltungselektronik, elektrische Haushaltsgeräte und Computeranlagen. Nicht angenommen wurden Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, Herde, Kühl- und Gefriergeräte sowie Mikrowellen. Auch Altöl, Asbestabfälle und teerhaltige Dachpappe wurden von den Abfallexperten nicht akzeptiert, Autobatterien nur bis zu einer Menge von vier Stück und Altmedikamente nur ohne Pappschachteln.
Bruns nannte Zahlen: Die mit Abstand größte Fraktion bei den abgegebenen Sachen bildete der Elektroschrott mit elf eingesammelten Tonnen. An Dispersionsfarben kamen fünf Tonnen zusammen, lösemittelhaltige Lackfarben waren mit vier Tonnen vertreten. An Lösemitteln und Verdünnern wurde eine Tonne eingesammelt, ebenso an Holzschutzmitteln und Pestiziden. Bei den kleineren Problemstoffmengen (eine Tonne) brachten es Batterien auf 300 Kilogramm, Spraydosen auf 200 Kilo. Dazu kamen Laugen, Säuren und Chemikalien. Erstaunlicherweise, so Bruns, kamen bei der Sammlung auch drei bis vier große Kartons mit kaputten Energiesparlampen zusammen, denen doch allgemein eine recht lange Laufzeit zugetraut wird. Die gesamte Problemstoffmenge wird bei der Firma Neelsen zwischengelagert, aufgeteilt und schließlich der Sonderverwertung bei den entsprechenden Entsorgungsbetrieben zugeführt.
Besonders gut besucht wurden die Schadstoffmobile am Hallenbad und bei Marktkauf in Hude, bei Inkoop in Harpstedt, bei GS agri in Großenkneten und am Sportplatz in Dötlingen. „Da standen die Leute zeitweise sogar Schlange“, berichtete Bruns. Alles sei jedoch diszipliniert und entspannt über die Bühne gegangen. Das sei für die Abfallexperten aber auch wichtig, da sie die abgegebenen Stoffe sorgfältig prüfen müssten.
