WILDESHAUSEN - „Jetzt bin ich der Nachfolger meines Nachfolgers“, sagte Rolf Eilers, bis zum Frühjahr Erster Kreisrat des Kreises Oldenburg. Bei der 100. Verbandsversammlung des Naturparks Wildeshauser Geest im Wildeshauser Ratssaal wurde er am Dienstag einstimmig zum Geschäftsführer gewählt. Eilers tritt damit die Nachfolge von Ralf Wiechmann, Hauptamtsleiter im Kreishaus, an. Wiechmann hatte den Zweckverband seit 2002 geführt.
Dem Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest gehören die Landkreise Diepholz und Oldenburg sowie insgesamt 14 Gemeinden an. Unter dem Vorsitz des Diepholzer Landrates Gerd Stötzel hatte die Versammlung zunächst den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2009 diskutiert. Der Naturpark präsentierte sich auf 13 Messen, wie Iris Gallmeister und Waltraud Kubiak von der Geschäftsstelle berichteten. Abgeschlossen wurde die Ausschilderung der „Straße der Megalithkultur“. Der Zweckverband hat zu mehr als 100 Planverfahren Stellung genommen und beteiligt sich aktiv am „Leader“-Prozess.
Einstimmig entlastete die Versammlung den Geschäftsführer für das Jahr 2009 und brachte den Haushaltsplan für 2011 auf den Weg. Er hat im Ergebnishaushalt ein Volumen von 217 800 Euro; rund 80 000 Euro seien für Werbemittel vorgesehen. Wiechmann sei mit „außerordentlichem Dank“ verabschiedet worden, so Eilers, der bereits von 1987 bis 2002 die Geschäftsführung inne hatte.
Für die unbefristete Wahlperiode hat sich der einstige Kreisrat vorgenommen, Synergieeffekte in der Region zu nutzen. So soll die Zusammenarbeit mit der Gastronomie intensiviert werden. „Ein gutes Beispiel sind die Wildwochen: Sie können ein Aushängeschild für die Region werden“, so der passionierte Jäger. Die „Straße der Megalithkultur“ soll europäische Kulturstraße werden. Sinnvoll sei die Vernetzung mit einem möglichen Urgeschichtlichem Zentrum Wildeshausen. Überarbeitet werden soll das Wanderwegenetz. Hier denkt Eilers an eine „Top 14“ aus dem Verband. Vorstellen kann sich der „Macher“ auch eine gemeinsame Broschüre aller Mitglieder mit ihren europäischen Partnergemeinden. „Sie müsste dann in sieben Sprachen erscheinen“, weiß Eilers.
Auch mit den Erfolgen bei den Erneuerbaren Energien müssten die Gemeinden des Zweckverbandes nicht hinterm Berg halten. Denkbar wären Gästeführer-Touren zu Betrieben. Hinter allen Aktivitäten des Zweckverbands stehe das große Ziel, die Bürger stärker für den Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.
