WILDESHAUSEN - Haustiere als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum – die Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) betrachtet solche Präsente mit Skepsis: „Mittlerweile hat sich die zwar die Erkenntnis durchgesetzt, dass man Tiere nicht ohne Absprachen verschenken sollte“, meint Andrea Seitz vom TSGW, „aber es bleibt ein grundsätzliches Problem.“

Die erste Vorsitzende der TSGW, Christina Poppe, berichtete zudem, dass einige Beschenkte mit der überraschenden Versorgung eines Lebewesens schlichtweg überfordert seien.

In den letzten Monaten häuften sich die Anfragen nach Übernahme der Tierarztkosten beim Tierschutzverein. Bisher wurde Menschen und damit auch Tieren in Not geholfen: Der Verein hat die Kosten entweder teilweise übernommen oder aber in Raten getilgt. Doch im Moment seien die Kastrationen von Katzen, die Behandlung eigener aufgenommener Tiere und die laufenden Kosten so stark gestiegen, dass der Wildeshauser Verein längst an seine finanziellen Grenzen gekommen ist.

Die Tierschutzgruppe informierte: „Es kommen immer mehr Anrufe von Leuten, die zum Teil möglichst günstig einen Hund erworben haben, oft sogar reinrassige Hunde ohne Stammbaum. Diese Tiere haben oft schon Krankheiten in sich oder ein wenig gut ausgeprägtes Immunsystem. Dann erkranken die Tiere und die Menschen sind vollkommen fassungslos, da viele nicht damit rechnen, dass so ein junger Hund gleich krank wird.“

Deshalb weist der Wildeshauser Tierschutzverein ausdrücklich darauf hin, sich vor der Anschaffung des Tieres Gedanken zu machen, woher man es bezieht. Dies gilt für an Weihnachten verschenkte Tiere ebenso wie für Vierbeiner, deren Halter die Arztkosten nicht einkalkulieren.


Es kann passieren, dass ein Tier eine Erbkrankheit in sich trägt und zeitlebens behandelt werden muss. Man sollte sich darüber im Klaren sein, welchen Platz und wie viel Zeit die Betreuung des tierischen Gefährten beansprucht. Christina Poppe ergänzte: „Es ist auch wichtig, dass alle Familienmitglieder einverstanden sind.“