WILDESHAUSEN - „Eine Katastrophe“ – so drastisch fasste Carsten Petermann, Vorsitzender der Ortsgruppe Wildeshausen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) das vergangene Jahr für den Verein zusammen. Vor allem die Schließung des Hallenbades und somit das Wegfallen der Trainingsörtlichkeiten traf den Verein deutlich. Training war in Wildeshausen nicht möglich, der Verein musste nach Bremen ausweichen. Doch auch Probleme mit Trainern und zeitliche Probleme der Mitglieder, um zu den Trainingseinheiten zu kommen, waren weitere Baustellen im vergangenen Jahr. Das schlug sich auch in den Mitgliederzahlen nieder. „Wir hatten im letzten Jahr über 300 Mitglieder, mittlerweile sind wir bei 228 angekommen. Tendenz sinkend“, so Petermann. Dies macht sich auch in den Einnahmen des Vereins bemerkbar. Umso ärgerlicher für Petermann, dass Einsätze der DLRG nicht finanziell vom Kreis übernommen werden. „Es sind zwar nur zwei bis drei Einsätze im Jahr, aber trotzdem gehen die auf unsere Kosten“, erklärte Petermann.

Um die Mitglieder zu halten, veranstaltete der Vorstand Schulungen und Übungsabende, in denen die Theorie vermittelt wurde. Für Bewegungsausgleich sorgten dann Spiel- und Sporteinheiten in der Turnhalle.

„Wir lassen uns trotzdem nicht kaputt machen“ – dieses Credo zog Petermann aus der Versammlung und schwor seine Kameraden auf eine „harte Zeiten ohne Schwimmbad“ ein. Ein weiteres Ärgernis sprach Petermann auch an: „Ich bin es Leid, dass jedes Jahr in unseren DLRG-Raum eingebrochen wird. Es reicht langsam.“ Regelmäßig würde die Einrichtung verwüstet oder sogar zerstört werden. „Wir haben da keine Wertsachen drin“, so Petermann weiter.

Trotz aller schlechten Nachrichten konnte der Verein auch Positives vermelden: So wurde Wiebke Schneider für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Die 13-Jährige war im vergangenen Jahr sowohl Bezirks- als auch Landesmeisterin im Rettungsschwimmen geworden und nahm an den Deutschen Meisterschaften teil. Erst in der vergangenen Woche sicherte sie sich erneut den Bezirksmeistertitel. Weitere Ehrungen gingen an Arndt, Elke und Heino Fastje, Sonja Behlen, Steffen Schmidt, Thomas Kramer, Henrike Dröhe, Markus Becker, Raphaela Hiltrop und Florian Maug für zehnjährige Mitgliedschaft. Sebastian Kemper für 25-Jährge Vereinstreue und Hartmut Bußmann für sogar 40 Jahre.