WILDESHAUSEN - Zahlreicher Verkehrssituationen nahm sich der Wildeshauser SPD-Ortsverein im Rahmen seiner zweiten Ferienradtour am Montag an. So habe sich die Deekenstraße zwischen Feldstraße und Westertor nach dem Umbau zu einer innerörtlichen Entlastungsstraße entwickelt. „Es gibt immer wieder Klagen von Anwohnern, dass hier viel zu schnell gefahren wird“, berichtete SPD-Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann.
Verstärkt werde dieses Phänomen dadurch, dass an der Deekenstraße nicht mehr geparkt werden darf. Goosmann: „Besonders ärgerlich ist, dass der Schwerlastverkehr die Deekenstraße vermehrt nutzt und damit die Schulwegsicherheit keineswegs verbessert, sondern verschlechtert wurde.“ Die SPD-Radler fordern, verstärkt Tempokontrollen durchzuführen. Eine weitere Möglichkeit, den Verkehr zu verlangsamen, sei, ein bis zwei Stellflächen an der Ostseite der Straße auszuweisen, meinte Bauausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD).
Zweites Ziel der Radtour war die Sögestraße, die an einigen Stellen regelrecht ausgefahren ist. Gerade für Radfahrer sei das unebene Pflaster schwer zu befahren. Goosmann: „Satirisch könnte hier nur angemerkt werden, dass der einzig positive Effekt dieser unebenen Straße wohl ist, dass Autofahrer spüren, wenn sie in diesem Tempo-7-Bereich zu schnell fahren – was leider in viel zu hohem Maße vorkommt.“ Die Sozialdemokraten fordern eine Ausbesserung der kaputten Straße.
Intensiv nahmen die SPD-Radfahrer auch die Kreuzung Harpstedter Straße / Delmenhorster Straße unter die Lupe. Gerade bei hohem Verkehrsaufkommen bilde sich eine lange Schlange auf der Harpstedter Straße. Für Rechtsabbieger, die von der Harpstedter Straße in Richtung Delmenhorst fahren wollen, gebe es aber eine relativ schnell zu realisierende Lösung: eine intelligente Ampelschaltung. Aus Sicht der Genossen ist es sinnvoll, die Grünphase für Fahrzeuge, die von der Delmenhorster- in die Harpsteder Straße abbiegen, auch für die Rechtsabbieger aus Richtung Harpstedt zu nutzen. Diese hätten eine zu lange Rotphase. Grundsätzlich müsse zudem die Grünphase für Fußgänger über die Delmenhorster Straße verlängert werden. Ludger Marcy zählte beim Überqueren 7 Sekunden: „Die Zeit reicht für ältere oder gehbehinderte Menschen überhaupt nicht.“ Hartmut Frerichs wies auch auf die starken Straßenschäden im Kreuzungsbereich hin, die offenbar auf den starken Frost zurückzuführen seien. „Hier muss dringend ausgebessert werden!“
