WILDESHAUSEN - Der Krach ist ohrenbetäubend. Dröhnend beschleunigt der Kleinwagen auf 100 Stundenkilometer. Trotzdem bewegt er sich keinen Zentimeter von der Stelle. „So, mit dem Tacho sieht es gut aus, schauen wir uns mal die Bremsen an“, ruft mir Uwe Meyer, ADAC-Mitarbeiter, aus meinem Auto zu. Um sich vor dem Lärm zu schützen trägt er große Kopfhörer. Besorgt beobachte ich, wie die Bremsen auf die Probe gestellt werden.

Auch die anderen Autobesitzer schauen gespannt zu, wie ihre Fahrzeuge auf dem Prüfstand stehen. Beim Stoßdämpfertest kommen die Wagen ganz schön in Bewegung.

„Ich lasse den Test hier jedes Jahr machen“, erzählt Stefan Boeckler, der mit seinem Wagen noch in der Warteschlange steht. „In der Werkstatt muss man dafür bezahlen, und hier ist der Test neutral“. Letztes Mal habe sich herausgestellt, dass die Tachoanzeige nicht richtig funktioniere.

Auch Rainer Beyer möchte sein Auto testen lassen und ist schon gespannt, wie der Wagen abschneidet. „Mir ist es wichtig, die Stoßdämpfer testen zu lassen. Das kann man zwar auch selber versuchen, aber hier ist es genauer“, sagt er. Lange muss er nicht warten. Die Autos sind nur sieben Minuten auf dem Teststand, dann gibt es „Zeugnisse“.

Ich bin nervös, als ich Uwe Meyers Büro zur Nachbesprechung betrete, doch die Sorgen sind unbegründet. „Ihr Wagen hat außer ein paar Kleinigkeiten sehr gut abgeschnitten“, versichert Meyer. Die Testergebnisse sind genau aufgezeichnet, geduldig erklärt Meyer die einzelnen Auswertungen. Autos mit sehr schlechten Ergebnissen hat er selten. „Oft sind Kleinigkeiten zu bemängeln, aber richtig schwere Fälle kommen nicht oft vor“, erzählt er.


Der Teststand soll hauptsächlich zur Sicherheit des Straßenverkehrs beitragen. „Außerdem ist es ein Service für unsere Mitglieder. Die dürfen alle Tests durchführen lassen, die anderen suchen sich einen aus“, so Meyer. Bis Mittwoch ist der Stand noch auf dem Marktkauf-Parkplatz am Westring in Wildeshausen. Ich auf jeden Fall fahre mit einem guten Gefühl zurück in die Redaktion.