WILDESHAUSEN - Stolze 6238 Euro waren durch Kaffee- und Kuchenverkauf sowie Spenden zusammen gekommen, als die Landfrauen Wildeshausen-Dötlingen Anfang März vergangenen Jahres bei der Feier zum 200-jährigen Bestehen der Firma Landmaschinen Schröder eine Cafeteria betrieben hatten. Das Geld wurde am 29. März an den ambulanten Kinderhospizdienst der Stiftung Evangelischer Hospizdienst Oldenburg übergeben. Bei der Gelegenheit wurde verabredet, dass Lucia Loimayr-Wieland, die Koordinatorin des Hospizdienstes, den Mitgliedern des Landfrauenvereins persönlich ihren Dank abstattet und sie über die Arbeit der Einrichtung informiert. Am Mittwoch bei der Jahreshauptversammlung war es nun so weit.

„Das gespendete Geld ist gut angelegt in Schulungsmaßnahmen für unsere ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, berichtete Loimayr-Wieland den etwa 120 Versammlungsteilnehmerinnen im Wildeshauser Restaurant Wolters. Der ambulante Kinderhospizdienst biete ein ganzheitliches, bedarfsorientiertes Begleitkonzept für Kinder und Jugendliche mit einer als unheilbar und lebensverkürzend diagnostizierten Erkrankung und ihren Familien. Mit seinen kontinuierlich geschulten und gut vorbereiteten Ehrenamtlichen biete der Dienst den betroffenen Familien eine stabile Unterstützung an. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nicht immer Antworten auf alle Fragen, doch sie stellen sich den Fragen und auch den Ängsten mit Offenheit und Betroffenheit. Sie sind für die Familien da und bleiben verlässlich da“, so die Koordinatorin in ihrer beeindruckenden Beschreibung der schwierigen und wichtigen Arbeit, die für die Familien kostenfrei ist.

„Mit diesem Vortrag ist unsere damalige Aktion wunderbar abgerundet worden, freute sich die Neerstedterin Lisa Vosteen, die zusammen mit Hella Pauley aus Denghausen Vorsitzende der Landfrauen ist.

Neben den üblichen Regularien standen bei der Jahreshauptversammlung auch einige aktuelle Themen auf der Tagesordnung. So gab Lisa Vosteen, die mit ihrem Familienbetrieb selbst betroffen ist, den Teilnehmerinnen einen Überblick über den Stand der leidigen Dioxinaffäre. Dabei konnte die Mehrheit der Anwesenden durchaus interessante Neuigkeiten erfahren. „Von unseren 511 Mitgliedern sind lediglich 34 aktive Bäuerinnen“, erläuterte die Vorsitzende.

Begleitet wurde die Versammlung von einer attraktiven Ausstellung. Anke Meyer und Gunda Heiken hatten jede Menge „Kaffeekannen“ zusammen getragen. Bei der nächsten Vortragsveranstaltung zum Thema „Demenz“ am Donnerstag, 10. Februar, wird Hilde Stolle, ebenfalls im Restaurant Wolters, „Hüte“ präsentieren.