WILDESHAUSEN - Gleich zwei Päckchen hatte Andreas Meier am Sonntag auf dem Wildeshauser Weihnachtsmarkt ersteigert – ohne den Inhalt zu kennen. Doch der Großenkneter hatte Glück: In einem weihnachtlich verpackten Karton steckte der Gutschein für ein Fernsehgerät. Auch die Fördervereinsvorsitzende des „Kulturtreffs“ am Kreisaltenheim, Birgit Plange, zeigte sich zufrieden, nachdem Michael Krüger zehn Pakete versteigert hatte. 410 Euro kamen insgesamt für den „Kulturtreff“ zusammen. Selbst einige Vorstandsmitglieder des Fördervereins ließen die Gelegenheit nicht aus, für die gute Sache mitzusteigern.

„Diesmal lief die Versteigerung recht gut“, sagte Klaus Wachtmeester von der Interessengemeinsschaft Wildeshauser Weihnachtsmarkt. In der vergangenen Woche waren für die Auktion zugunsten des Malteser Hilfsdienstes 262 Euro zusammengekommen (die NWZ berichtete). Und noch einen Besucher machten Wachtmeester und sein Partner Peter Sander am letzten Tag des Weihnachtsmarktes glücklich: Maik Humpe aus Friesoythe gewann 134,17 Euro in Cent-Münzen. Das Glas mit dem Kupferstücken stand seit Anfang Dezember im Schaufenster von „Schnittker am Markt“. Weihnachtsmarktbesucher mussten die exakte Summe erraten. Der 30-jährige Kfz-Mechaniker kam mit seinem Tipp von 135 Euro der Summe am nächsten. Mit dem Gewinn will er nun in letzter Minute Weihnachtsgeschenke kaufen.

Unzufrieden zeigten sich allerdings die Organisatoren mit der Teilnehmerzahl an dem Spiel: Nur 70 Coupons landeten im Kasten am Karussell. „Die Teilnehmer kamen aus der ganzen Region“, berichtete Bärbel Fette-Wolter, „nur Wildeshauser waren wenige darunter. Offenbar haben sie genug Geld.“ Die IG Wildeshauser Weihnachtsmarkt wies ausdrücklich darauf hin, dass Versteigerung und Gewinnspiel nicht von der Stadt gefördert wurden.

Ohnehin fiel die Bilanz des Weihnachtsmarktes durchwachsen aus. „Das erste Wochenende hat uns richtig weh getan“, wies Wachtmeester auf das schlechte Wetter hin. Frank Boeckmann und Axel Hattendorf, die erstmals Uhren und Schmuck anboten, vergaben gar die Note „ungenügend“. „Für uns war der Markt zu lang. Wir werden im nächsten Jahr nicht wiederkommen“, sagte Boeckmann. „Recht zufrieden“ zeigten sich dagegen Hannelore Artmann vom Imbissbetrieb Bode und Gastronom Ralf Buchtmann, der unter anderem Glühwein verkaufte.