Wildeshausen - In der Debatte um das geplante Industrie- und Gewerbegebiet Wildeshausen-West hat sich jetzt Unternehmer Karsten Scheele zu Wort gemeldet. Er widersprach Behauptungen der UWG-Fraktion, wonach er schon einmal vergeblich den Sandabbau für dieses Areal beantragt habe.
„Das ist glatt gelogen“, sagte Scheele auf NWZ-Anfrage. Die Planungshoheit liege immerhin bei der Stadt. Richtig sei aber, dass die Stadt ihn in seiner Planung seit Jahren behindere. Dass Scheele die Fläche nutzen möchte, ist unzweifelhaft. Er habe die 21 Hektar große Fläche erworben, um eine Nachfolgelösung für seine Sandgrube in Glane zu haben, die vermutlich bald erschöpft sein werde. Im übrigen sei im Bereich Aumühle schon in den 1970er-Jahren Sand abgebaut worden. Später sei das Gelände zugewachsen. Die UWG möchte gern (wie berichtet) den Wald im Bereich Wildeshausen-West erhalten.
Sollte es dennoch zu einer Rodung des Geländes und dem Sandabbau kommen, müsste der Investor umfangreiche Ersatzpflanzungen leisten. Noch bevor die Bäume gefällt werden, müsste Scheele 50 Prozent aufforsten. Im Vorgriff hat der Unternehmer dafür eine Fläche in der Nähe einer Sauergasleitung erworben. Nun macht die Stadt allerdings ein Vorkaufsrecht für diese Fläche geltend. Um das Votum wieder aufzuheben, kommt am Montag, 16. Juli, der Verwaltungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung zusammen, wie die NWZ erfuhr.
