WILDESHAUSEN/WINNIPEG - Im Zusammenhang mit dem Insolvenzantrag des Wildeshauser Autohauses Denker hat der frühere Besitzer Jens Denker angekündigt, im Februar nach Deutschland zu kommen, um gemeinsam mit anderen eine Lösung für den Betrieb zu finden. Die Situation mache ihn sehr betroffen, sagte Denker (45), der mit seiner Familie in Winnipeg (Kanada) lebt.
Denker hatte das Autohaus zum 1. Oktober 2007 an Ralph Michael verpachtet. Er hat beim Amtsgericht Wildeshausen Insolvenzantrag gestellt (die NWZ berichtete). Insgesamt sind 13 Mitarbeiter betroffen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Jurist Berend Böhme bestellt. Jens Denker widersprach der Darstellung Michaels, bei Abschluss des Pachtvertrags seien falsche Zahlen vorgelegt worden. „Die Umsatzzahlen entsprachen dem damaligen Stand“, so Denker zur NWZ . Auf Wunsch von Michaels Steuerberater sei sogar eine sechsmonatige Kündigungsklausel im Vertrag aufgenommen worden. „Darauf hätte ich mich ja nicht eingelassen, wenn die Zahlen falsch gewesen wären.“ Jens Denker arbeitet in Winnipeg (Provinz Manitoba) für „Frank Motors“, einem Import-Händler für europäische Fahrzeuge.
