WILDESHAUSEN - Die Krise auf dem Automarkt schlägt auch in Wildeshausen durch: Das Autohaus Denker, ein Opel-Service-Partner, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte Geschäftsführer Ralph Michael am Montag gegenüber der NWZ . Betroffen seien insgesamt 13 Mitarbeiter, davon allein sechs im Werkstattbereich. Zwei Auszubildende konnten in andere Betriebe vermittelt werden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Delmenhorst den Bremer Rechtsanwalt Berend Böhme. Er hat vor zwei Jahren auch das Insolvenzverfahren beim Delmenhorster Autohaus Sagehorn geleitet. Bei einer Betriebsversammlung wurden am Montag die Mitarbeiter informiert. Sie hätten seit Dezember auf Gehälter warten müssen, würden aber nun „Insolvenzgeld“ erhalten.

Michael und Insolvenzverwalter Böhme wiesen darauf hin, dass der Betrieb im Autohaus bis Ende Februar normal weitergehe. Alle Arbeiten und Aufträge würden zur Zufriedenheit der Kunden abgewickelt. Man arbeite auf Hochtouren an einer langfristigen Lösung, so Böhme.

Die Ursachen der Insolvenz hingen mit der allgemeinen Automobil-Krise, aber auch mit „hausgemachten Problemen“ zusammen. Geschäftsführer Michael behauptete, Vorbesitzer Jens Denker habe falsche Erwartungen geweckt: „Uns sind Umsatzzahlen vorgelegt worden, die bei weitem nicht zu erreichen waren.“ Michael, zugleich Inhaber eines BMW-Autohauses, hatte das traditionsreiche Opel-Autohaus an der Harpstedter Straße zum 1. Oktober 2007 gepachtet.