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Wirtschaft Begrüßung in (fast) perfektem Chinesisch

WILDESHAUSEN - Wildeshausen ist international: Mit „Zhou Zhang“ – das heißt so viel wie „Ministerpräsident“ – begrüßt Huimin Yi in ihrem Büro David McAllister. Er antwortet mit dem chinesischen Gruß „Ni hao“. Huimin Yi, bei der Hydrotec Technologies AG für den Einkauf zuständig, zeigt sich begeistert: „Ich wundere mich über seine gute Aussprache.“ Ihr Ehemann An Sheng macht derweil eifrig Fotos vom Treffen.

Der Besuch beim Wildeshauser Spezialisten für Entwässerungstechnik ist am Donnerstag die erste Station am dritten Tag der Sommerreise des Ministerpräsidenten. Vorstandsmitglied Carsten Schäfer empfängt den 41-Jährigen am Bus. „Schön Dich zu sehen“, ruft McAllister dem Unternehmer schon beim Ausstieg entgegen. Beide kennen sich von gemeinsamen Delegationsreisen. Gemeinsam mit Betriebsleiter Peter Strauß und Hydrotec-Exportleiter Christian Wenzing führt Schäfer McAllister und einen Tross von Journalisten über das Betriebsgelände an der Düngstruper Straße. In der Entwicklungsabteilung erläutert Tjark Bethke (22), Produktdesigner bei Hydrotec, wie per PC ein Belastungstest simuliert wird. Als Andenken überreicht Technischer Leiter Wilfried Neuber dem Gast einen Mini-Gullydeckel, der sich als Aschenbecher nutzen lässt.

Für den Gang in die Produktionshalle zieht McAllister eine blaue Arbeitsjacke an. Ein Schutzhelm gehört dazu. Die Mitarbeiter Meik Steiner und Hartmut Kuhn zeigen, wie der Beton in den Gullydeckel mit Sonderzeichen eingebracht wird. Der Landesvater darf selbst zur Kelle greifen und glatt streifen. „Für einen Anfänger macht er das schon sehr gut“, sagt Steiner. Es handelt sich um einen Deckel mit Wildeshausen-Wappen. Auf dem Lagerplatz steuert McAllister schnurstracks auf die Kanaldeckel mit dem Niedersachsen-Ross zu. Das gleiche Modell liege auch in der Hofeinfahrt zum Haus seiner Familie in Bad Bederkesa. Ein Geschenk seiner Ehefrau Dunja. „Habt Ihr alle 16 Bundesländer?“, hakt der Regierungschef nach. „Natürlich“, so Schäfer. Die Wildeshauser Firma trägt den Namen Niedersachsens in alle Welt. Bald gehe wieder eine Lieferung nach Budapest (Ungarn).

„Das macht richtig Spaß“, freut sich McAllister, der sich in der Region bestens auskennt. „Während meiner Schulzeit auf dem Internatsgymnasium Bad Bederkesa war ich viermal auf Klassenfahrt ins Landschulheim Dötlingen. Die einzige Abwechslung bot uns dort der Edeka-Markt.“ Und mit der Jungen Union ging es regelmäßig zu „Happy N’Year“ auf Gut Altona. Zum Ende des Rundgangs erhält McAllister einen Deckel mit Niedersachsen-Logo geschenkt. „Der Besuch bei Hydrotec war überfällig“, so der Regierungschef. Erst in China sei ihm bewusst geworden, „was für tolle Firmen wir mitten in Niedersachsen, in Wildeshausen, haben“. Zur Expo 2010 in Shanghai hatte Hydrotec Entwässerungsrinnen am deutschen Pavillon geliefert.

NWZ

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Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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