WILDESHAUSEN - Mit Fragen der betrieblichen Kinderbetreuung, der Optimierung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und betrieblicher Weiterbildung beschäftigte sich der Überbetriebliche Verbund Frauen und Wirtschaft e.V. während seiner Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Hubert Bartelt begrüßte die rund 40 Vertreter im Hause der Volksbank Wildeshauser Geest in Wildeshausen.
In allen Bereichen konnte das Engagement im Geschäftsjahr 2007 verstärkt werden, berichtete Claudia Körner-Reuter, Geschäftsführerin des Verbundes, für den Vorstand. So wuchs der Verbund nicht nur um zehn Betriebe auf 62 Mitgliedsunternehmen aller Branchen, sondern dehnte seine Angebote im Bereich der Personalentwicklung für weibliche Beschäf-tigte erheblich aus. Rund 150 Frauen nahmen an acht Gemeinschaftsmaßnahmen der Betriebe teil. Etwa jeder zweite Betrieb nutzte damit diese Möglichkeit der betrieblichen Weiterbildung für sich.
Die im Verbund organisierten gemeinsamen Rückkehrprogramme und Personalakquisemaßnahmen, die zum Beispiel mit verschiedenen Einrichtungen der Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Friseurinnung durchgeführt werden, wiesen gute Erfolge auf.
Den Regularien folgten zahlreiche Berichte einzelner Mitgliedsunternehmen zu ihrem Engagement in Sachen Vereinbarkeit: So erhielten im Berichtszeitraum drei Verbundmitglieder die Auszeichnung „Audit berufundfamilie“.
Gründe für die Teilnahme am Audit gebe es für sein rund 70 Mitarbeiter zählendes Haus genügend, sagte Frank Ostertag, Vorstandsmitglied der Volksbank. Das Audit sei ein geeignetes Managementinstrument zur Schaffung einer nachhaltigen, familienfreundlichen Unternehmenskultur: „Ein richtiger Ruck ging durch die Mannschaft“, sagte der Bankchef.
„Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die ihre Arbeit gern machen und von denen wir möglichst lange etwas haben wollen, unterstützen wir auch in der Familienphase", sagte Erwin Drefs, Pädagogischer Leiter der Lebenshilfe Delmenhorst und Umgebung e.V. zur Motivation, das Audit durchzuführen. Über ihr familienfreundliches Engagement sowie das Projekt „Biber-burg" berichteten für die EWE AG Stefan Tholen und Ingrid Eilers-Bruns. Mit einem Vorlauf von etwa drei Jahren schaffe die EWE in Oldenburg eine betriebliche Kindertagesstätte sowie eine Hortgruppe mit ganzjährigem Betrieb, Möglichkeiten der Ferienbetreuung für Schulkinder und flexiblen Öffnungszeiten. Die Rückmeldung des Bedarfs aus Mitarbeiterkreises sei überwältigend gewesen, hieß es.
