WILDESHAUSEN - Der Wildeshauser Baumaschinenhersteller F. Weyhausen hat seine Führungsspitze neu aufgestellt. Mit Wirkung zum 18. Januar hat Wilfried Schomäker den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der 61-jährige Schomäker war bislang in Hude Werksleiter und Geschäftsleitungsmitglied des Landmaschinenherstellers Amazone, dessen Entwicklung er maßgeblich prägte. Ihn reize die „neue Herausforderung“.

Als Vertreter der Gesellschafter führte Dr. Franz J. Bönkhoff Schomäker bei den leitenden Mitarbeitern und dem Betriebsrat ein. Der 61-jährige Ingenieur werde unter anderem die Bereiche Produktion und Entwicklung leiten und zusammen mit seinen Geschäftsführungskollegen Helmut Lorch (Vertrieb) und Klaus Brunkhorst (Verwaltung/Finanzen) von sofort an das Unternehmen führen.

Weyhausen sprach von einem „schwierigen Geschäftsjahr 2009“. Aufgrund der Absatzkrise trennte sich das Unternehmen im vergangenen Jahr von 60 Mitarbeitern (die NWZ berichtete). Die komplette deutsche Baumaschinen-Industrie musste seinerzeit einen starken Umsatzeinbruch hinnehmen. Am Standort Wildeshausen verblieben 170 Mitarbeiter, wie Brunkhorst (49) sagte. Nun gelte es, das Unternehmen für die Zukunft auszurichten.

Erste Kundenerfahrungen will Schomäker Anfang Februar auf einer Händlertagung des Unternehmens sammeln. Wichtiger Indikator für die Branche sei auch die Fachmesse „Bauma“ vom 19. bis 25. April in München. Dort wolle „Atlas Weyhausen“ ein neues Produkt vorstehen, so Brunkhorst, ohne Details zu nennen. Den Jahresumsatz von 40 Millionen Euro wolle man 2010 moderat steigern. F. Weyhausen produziert Radlader und Walzen der Marke „Atlas“ für den Wege- und Straßenbau. Neben dem Standort in Wildeshausen gibt es noch eine Niederlassung in Ungarn („Kapos Atlas“) mit 120 Mitarbeitern.

Siehe auch Hude, S.33