WILDESHAUSEN - Die Nordmann-Unternehmensgruppe (Wildeshausen) belebt die Hamburger Braukunst des Ratsherrn Pilseners wieder. Auf Initiative der Unternehmensgruppe, die die Markenrechte seit 2004 inne hat, eröffnet die Marke Ratsherrn mit zwei neuen Premium-Bieren – dem Ratsherrn Pilsener und der Spezialität Ratsherrn Pilsener naturbelassen – ihr Produkt-Portfolio, wie am Freitag mitgeteilt wurde. In der Metropolregion Hamburg ist das neue Ratsherrn ab sofort im Handel und in ausgewählten Gastronomien erhältlich. Ab Sommer 2011 sollen die Produkte in einer eigens gebauten, gläsernen Braumanufaktur in den ehemaligen Viehhallen des Hamburger Schlachthofes produziert werden. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen in Höhe von 10 Millionen Euro. Bis 2011 wird Ratsherrn Pilsener in Flensburg gebraut, die Spezialität Ratsherrn Pilsener naturbelassen kommt aus Stralsund, dem größten Brauereistandort der Nordmann-Unternehmensgruppe.

Nach Übernahme der Markenrechte habe sich die Nordmann Unternehmensgruppe entschieden, den Aufbau dieser hanseatischen Tradition verantwortungsvoll und umfassend anzugehen. „In diesem Zuge haben wir auch die neue Ratsherrn Brauerei GmbH gegründet, deren Geschäftsführung Wolfgang Speth, ehemals Leiter der Jever-Brauerei, übernommen hat“, erklärte Oliver Nordmann, geschäftsführender Gesellschafter der Nordmann-Gruppe.

Ratsherren hatte einst zur Elbschlossbrauerei gehört, später zur Bavaria-St. Pauli, kurz auch der Stadt Hamburg und letztendlich zur Holsten-Brauerei, bis Nordmann 2004 die Markenrechte erwarb, um sie „für Hamburg zu erhalten“, wie Oliver Nordmann betonte.