WILDESHAUSEN - „Vor 50 Jahren haben wir etwas kleiner gefeiert“, erinnert sich Anneliese Nordmann, Seniorchefin der Unternehmensgruppe Nordmann. „Zwölf Gäste kamen; abends haben wir mit unseren acht Mitarbeitern und den Nachbarn gefeiert.“ Zum 100-jährigen Bestehen wählte die Unternehmensgruppe mit ihren inzwischen 1400 Mitarbeitern, davon 350 am Stammsitz Wildeshausen, einen größeren Rahmen. Zur Jubiläumsveranstaltung kamen am Freitag 600 geladene Gäste in die Zeltstadt am Westring. An diesem Sonnabend folgt eine Feier für Mitarbeiter und Angehörige.

„Uns ist geglückt, wovon so mancher Unternehmer träumt“, so Anneliese Nordmann. Ein Erfolgsrezept sei der familiäre Zusammenhalt, sagte sie. „Gemeinsam sind wir stark.“ Die Ehrengäste stimmten stehend ein „Hoch soll sie leben“ an.

Die Unternehmensgruppe wird in vierter Generation von ihren Söhnen Fritz-Dieter, Jürgen und Oliver geführt. Fritz-Dieter Nordmann wertete das Jubiläum als „Sternstunde“ in der Firmengeschichte. Er wies auf die Verbundenheit mit der Region hin. Sollte das Unternehmen Kurs halten, würden auch die Nachfahren das 200-jährige Bestehen am Stammsitz Wildeshausen feiern. Sein jüngerer Bruder Oliver Nordmann wies darauf hin, dass Nordmann seine Werte lebe. „Wir sind immer am Puls der Region.“ Auch mit dem Ruf, das „Trüffelschwein der Getränkebranche“ zu sein, könne man gut leben. Jürgen Nordmann wies auf den Mut der Gründergeneration hin. Der Erfolg des Unternehmens sei immer auch der Erfolg der Kunden.

Landrat Frank Eger bezeichnete Nordmann als „Aushängeschild“ des Landkreises. „Ohne Familien wie Nordmann könnten wir uns manches in Deutschland nicht leisten“, so Eger, der ein Bild des Künstlers Hartmut Berlinicke überreichte. Zu den Gratulanten gehörte auch Günther Guder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Getränkefachgroßhandels mit 928 Unternehmen. Er kritisierte die Rauchverbote in Gaststätten, die viele Betriebe in den Ruin treiben würden.

Dass die Nordmänner ihresgleichen in Wildeshausen suchen, belegt die Präsentation eines eigenen Firmenliedes im Rahmen der Veranstaltung. Komponiert hat die Hymne der Bremer Erfolgsproduzent Kai Matthiesen. Der Titel des Nordmann-Liedes: „Wir sind wir“.