WILDESHAUSEN - Das Amtsgericht Delmenhorst hat das Insolvenzverfahren über die Wildeshauser Wäscherei Frank Leibscher eröffnet. Das teilte ein Sprecher des Gerichts am Montag mit. Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Forderungen bis zum 15. Oktober beim zuständigen Insolvenzverwalter, dem Bremer Rechtsanwalt Berend Böhme, unter Beachtung von Paragraph 174 der Insolvenzordnung anzumelden. Den Berichts- und Prüfungstermin beraumte das Gericht für Montag, 5. November, an.
Das Unternehmen hatte Anfang Juni den Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht in Delmenhorst gestellt. Wie Unternehmer Frank Leibscher seinerzeit der NWZ sagte, gebe es einen scharf geführten Wettbewerb und harte Preiskämpfe im Bereich der Großwäschereien. Nach großen Investitionen sei es nicht gelungen, weitere Kundenkreise zu erschließen.
Nach Angaben des Insolvenzverwalters Böhme soll die Wäscherei an die Sitex-Unternehmensgruppe verkauft werden. Die Firma wurde als Simeonsbetriebe GmbH 1947 in Minden (Ostwestfalen) gegründet. Als inhabergeführtes Unternehmen der mittlerweile dritten Generation arbeiten nach Firmenangaben etwa 1000 Mitarbeiter an sechs Betriebsstätten. Sitex-Geschäftsführer Achim Paul bestätigte auf NWZ -Anfrage, dass die Gespräche sehr weit gediehen seien. Einen offiziellen Abschluss gebe es aber noch nicht. Rechtsanwalt Böhme, der seit dem 11. Juni als Insolvenzverwalter tätig ist, geht davon aus, dass Sitex alle 37 Mitarbeiter der Wäscherei Leibscher übernimmt. Dies sei vor allem
deshalb zu begrüßen, weil unter den Mitarbeitern auch Schwerbehinderte seien.
