WILDESHAUSEN -

Kosten, testen und ausprobieren konnten die Besucher an den Ständen der Wittekindschau. Aber auch Beratung und Informationen waren gefragt.

WILDESHAUSEN/ROH - Die Autokennzeichen ließen keinen Zweifel daran: Die Wittekindschau zog auch viele Besucher aus dem Wildeshauser Umland an. Gäste aus Vechta, Diepholz und Cloppenburg beispielsweise waren Sonnabendnachmittag nach Wildeshausen gekommen, um sich auf dem Gelände der Fun Factory am Westring umzuschauen.

Dort zeigten 91 Wildeshauser Unternehmen, was die Kreisstadt an wirtschaftlichem Potenzial zu bieten hat. Und viele von ihnen waren nicht zum ersten Mal bei der Wittekindschau mit dabei. So auch die Firma Paul Schmidt, die Information und Beratung zu Heizung, sanitären Einrichtungen und Haustechnik bot. „Wir sind das zweite Jahr in Folge auf der Wittekindschau“, sagte Ines Posenauer, Tochter des Chefs. Sie war, wie die meisten anderen Standbetreiber auch, zufrieden mit der guten Resonanz.

Bei Rolf Böselager, Geschäftsführer des Elektro-Fachmarkts Mega-Company, herrschte reger Andrang an der Carrera-Bahn. Groß und Klein ließen die kleinen Flitzer über die Strecke rasen, denn täglich wurden drei Gewinner benannt, die die Kurven in Bestzeit nahmen. Erster Preis war eine Carrera-Bahn, der Zweitplatzierte durfte ein Handy mit nach Hause nehmen und der dritte Sieger bekam einen MP- 3-Player.

An anderer Stelle zog ein im Originalmaßstab gefertigtes Holz-Motorrad insbesondere die Blicke der Männer auf sich. „Das ist eine Leihgabe aus Bremen“, sagte Norbert Lämmchen. Der Inhaber eines Zimmereibetriebs nutzte die Wittekindschau, um erste Kontakte zu knüpfen und Neukunden zu gewinnen. „Intensive Beratungsgespräche sind hier nicht möglich. Aber ich lasse mir Namen und Rufnummern geben“, sagte er.

Nicht neue Kunden, sondern neue Mitglieder warb Karl-August Kolhoff, Vorsitzender des Bürger- und Geschichtsvereins Wildeshausen. Und er wollte zeigen, wofür die Mitgliederbeiträge ausgegeben werden. Davon bekamen die Standbesucher einen guten Eindruck, wenn sie sich von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Marion Karge die 288 Fotos starke, im Computer erfasste Sammlung zeigen ließen.


„Die Bilder stammen aus den Privatbeständen des Wildeshausers Heinrich Aufderheide und sind gemeinsam mit ihm dokumentiert worden“, erläuterte sie. Klassenfotos und die Fräuleins vom Amt finden sich in der Sammlung, und vielleicht hat der eine oder andere Wildeshauser sich selbst auf den alten Aufnahmen entdeckt.

So wie das Resumee der Standbetreiber, fiel auch die Einschätzung der Besucher positiv aus: „Wir sind gerade erst gekommen, aber schon zufrieden“, sagte Jarek Karwitzky (25) aus Wildeshausen, der am Stand des Wildeshauser Weinkontor einen edlen Tropfen Wein probierte. „Das ist wirklich eine gute Gelegenheit, um Unternehmen kennen zu lernen. Aber Wildeshausen sollte sich öfter präsentieren,“ regte er für die Zukunft an.

„Ich habe es mir ein wenig größer vorgestellt“, sagte Karin Jöllenbeck. Aber enttäuscht war die Wildeshauserin nicht: „Das Angebot ist sehr gut, die Anbieter geben sich viel Mühe“, so die 68-Jährige.

Und ein Ahlhorner Pärchen, das mit Armen voll bunter Ballons und Warenproben die Schau verließ, nickte zufrieden und sagte: „Uns hat es gut gefallen.“