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Wohnbebauung In Wildeshausen Lückenschluss nach 18 Jahren in Sicht

Wildeshausen - Fast zwei Jahrzehnte haben sie gedauert, jetzt könnten sie bald Geschichte sein: die Verhandlungen innerhalb der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) bezüglich des Kaufs von Flächen südlich des Bargloyer Weges in Wildeshausen. Wie am Freitag bekannt wurde, sind sie am Montag erfolgreich abgeschlossen worden.

„Sehr gute Gespräche“

Entsprechende notarielle Kaufverträge sind geschlossen worden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt – und die bringen vier Hektar zur weiteren Wohnbebauung mit sich, erklärte Fachbereichsleiter Michael Müller, der die Angelegenheit mehrere Jahre begleitet hat. „Somit können wir die Wohnbauflächenentwicklung südlich des Bargloyer Weges alsbald abschließen und uns auf die künftigen Grunderwerbsverhandlungen nördlich des Bargloyer Weges konzentrieren.“

Vorzeichen auf eine mögliche Einigung hatte es zuletzt im Januar gegeben: Von „sehr guten Gesprächen“ mit dem Landwirt Alfred Gier berichtete Bürgermeister Jens Kuraschinski damals.

Seit mehreren Jahren hatte es immer wieder Gespräche mit Gier gegeben. Hintergrund: Bei einer Durchsetzung des Lückenschlusses zwischen dem zu großen Teilen bebaute Gebiet „Vor Barg­loy“ und der Wohnbebauung an der Kapitän-Strasser-Straße südlich des Bargloyer Weges rückten die Häuser bis auf 200 Meter an seinen Betrieb mit Mastschweinen, Vormaststellen und Sauen heran. Dieses Problem scheint nun behoben zu sein. „Vertragsgegenstand ist unter anderem, dass die derzeit ausgeübte landwirtschaftliche Tierhaltung am jetzigen Standort dauerhaft aufgegeben wird“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Stall verlegen

Laut Gier bedeutet das konkret, dass er die Sauenhaltung am Bargloyer Weg in den nächsten zwei Jahren aufgeben und in die Bauerschaft Thölstedt verlagern wird. Der Landwirt freue sich über die gefundene Lösung. Euphorie kommt bei ihm aber nicht auf: „Auf der einen Seite bin ich froh, dass nach 18 Jahren Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme eine Lösung gefunden wurde. Andererseits bin ich nicht glücklich darüber, dass nun rundherum Häuser gebaut werden.“


Bürgermeister Kuraschinski zeigte sich erfreut über die Lösung und ergänzte: „Außerdem freue ich mich, dass der Stadt durch den Vertragsabschluss einerseits kurzfristig die Möglichkeit gegeben wird, weitere Bauflächen einer Entwicklung zuzuführen und andererseits dem betroffenen Landwirt durch diesen Vertragsabschluss eine neue Perspektive für die Sicherung seines Betriebes gegeben wird“, so der Bürgermeister weiter.

Der Rat der Stadt Wildeshausen muss den Vertragsabschluss nunmehr noch aus formellen Gründen genehmigen. Sodann würde auch die von Landwirt Gier eingereichte Normenkontrolle gegen den Bebauungsplan südlich des Bargloyer Weges zurückgenommen werden. Die Entscheidung hierüber erfolgt voraussichtlich in der Ratssitzung am Donnerstag, 29. November.

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