Wildeshausen - Wildeshausen bekommt ein neues Wohngebiet: In Stadtfelde, östlich neben dem bisherigen Spascher Sand Resort, sollen 47 Grundstücke auf einer Gesamtfläche von 42 668 Quadratmetern erschlossen werden. Bei einer Gegenstimme votierte der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend für die Änderung des Bebauungsplanes 64 und für den mit dem Investor, der Spascher Sand Immobilien GmbH, geschlossenen Erschließungsvertrag. Das Unternehmen will 1,6 Millionen Euro in den Straßenausbau und in Kompensationsmaßnahmen investieren.

Eine große Mehrheit fand im Rat auch die Aufstellung des geänderten Bebauungsplans. Ursprünglich war hier ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Bildung und Gesundheit“ geplant, was sich nach Angaben des Investors aber nicht realisieren ließ. Ein Antrag des fraktionslosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff, den Tagesordnungspunkt zu vertagen, da er das Landesumweltministerium um die Überprüfung der Bauleitplanung gebeten habe, fand keine Mehrheit im Rat.

Mit dem neuen Baugebiet wird die ehemalige Wittekindkaserne endgültig Geschichte sein. Hier standen die Mannschaftsunterkünfte, die aber längst abgerissen wurden. Die neuen Häuser sollen sich zwar optisch ans Resort anlehnen; allerdings seien die Auflagen für die Bauherren deutlich geringer, versicherte der Geschäftsführer der Spascher Sand Immobilien-GmbH, Ingo Stritter. Auch eine Verbindungsstraße vom neuen Wohngebiet ins Resort soll es nicht geben. In der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt hatte Ratsherr Heiner Spille (UWG) kürzlich angeregt, einen Fuß- und Radweg zum Anemonenweg vertraglich festzuschreiben. „Das wäre eine gute Verbindung zur Ahlhorner Straße und zu den Geschäften des Westrings“, meinte er. Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge riet davon ab, den Vertrag „neu aufzumachen“. Geschäftsführer Stritter stand Spilles Idee indes positiv gegenüber. „Das ist in unserem Interesse.“ Allerdings dürfe es keine Verzögerungen mehr geben. Der Fuß- und Radweg wurde in der Beschlussempfehlung für den Rat festgehalten.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent