Bau eines dritten Windparks zwischen Benthullen und Westerholt:
Ich bin, wie die meisten Bürger, für eine bundesweit ordentlich durchgeführte Energiewende. Was zur Zeit läuft, ist Wildwuchs. Hierbei geht es nicht mehr um unsere Umwelt, sondern ums Geld für die Betreiber und Erbauer. Es wäre eine Schande, den dritten Windpark in Wardenburg inmitten eine noch fast unberührte Natur zu stellen.
Warum Schande? Man muss erst einmal fragen, was treibt die Firma an, in der Nähe des Naturschutzgebietes einen Windpark aufstellen zu wollen? Ganz einfach, das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), es garantiert den Betreibern, dass ihr erzeugter Strom zu einem festen Preis gekauft wird. Darf zeitweise kein Strom produziert werden, weil die Stabilität des Netzes sonst gefährdet ist, erhält der Betreiber dafür eine Entschädigung. Allein dadurch werden in den folgenden Jahren mehrere Hundert Millionen Euro verschwendet werden. Welche Unternehmer haben solche Privilegien, dass alle ihre Produkte abgenommen werden – egal ob diese benötigt werden oder nicht? Ein Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Verbrauch zahlt hierfür pro Jahr 125 Euro zusätzlich. Tendenz stark steigend.
Die Bundesregierung hat bisher gerechnet, dass im Jahr 2020 Windräder mit einer Leistung von etwa 36 000 Megawatt laufen werden. Die Ziele der Bundesländer liegen zusammengezählt aber inzwischen bei schon gut 70 000 Megawatt, soviel, wie etwa 50 Atomkraftwerke leisten könnten.
Wie viel erneuerbare Energien können wir uns in Deutschland leisten, ohne dass der Charakter unseres Landes ganz verloren geht? Wollen wir wirklich unser Land mit immer riesigeren Windparks zustellen, um die so produzierte Energie am Ende ins Ausland zu exportieren? Das vom Bürger zudem teuer in Euro bezahlt werden muss. Für mich ist es eine Schande, dass nur für den Profit weniger die ganze Landschaft geopfert werden soll.
Andreas Bochmann, Wardenburg
